Congregatio Jesu
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Sonntag, den 18. Juli 2010 um 10:56 Uhr

Ordenstreff bei der Congregatio Jesu

Am 17. Juli ist es wieder so weit: Die Congregatio Jesu lädt nachmittags die Schwestern und Brüder der Münchner Ordenshäuser ins Provinzialat ein. Das ist jedes Jahr eine gute Tradition, auf die sich die Angehörigen der unterschiedlichen Orden freuen, weil sich dabei viel voneinander erfahren lässt. "Ich freue mich, dass trotz der großen Hitze so viele von Ihnen unserer Einladung gefolgt sind", betont Provinzoberin Sr. Angela Fries CJ.

 

Schwestern am Tag der Orden

Fast 100 Ordensangehörige haben den Weg nach Pasing gefunden. Darunter zum Beispiel auch drei orthodoxe Schwestern, Angehörige der von Mutter Teresa gegründeten Missionaries of Charity sowie Jesuiten und Barmherzige Brüder. Sie besichtigen zunächst die Plakatausstellung zu "400 Jahre Congregatio Jesu", setzen sich dann zu Kaffee und Kuchen zusammen und genießen anschließend den Vortrag von Barbara Bredow zum Leben Maria Wards, der mit Originalzitaten, augenzinkernden Kommentaren zur damaligen Männerkirche sowie von zeitgenössischer Musik auf historischen Instrumenten von Christine Riessner begleitet wird. Dabei stellt eine Powerpoint-Präsentation nicht nur Motive aus dem Gemalten Leben Maria Wards vor, sondern die Ordensgründerin wird auch so gezeigt, wie sie vielleicht heute aussehen würde: Dieselbe Frau, dieselben klugen Augen, aber als Managerin in weißer Bluse und blauem Blazer gekleidet. Langer und lebhafter Applaus dankt den beiden Künstlerinnen für ihre gekonnte multimediale Darbietung.

Mit ihrem Vortrag zu Maria Ward tourt Barbara Bredow im Jubiläumsjahr durch verschiedene Städte mit einer Niederlassung der Congregatio Jesu. Im Programm hat sie unter anderem noch Edith Stein oder Simone Weil. "Ich erarbeite mir den Lebenslauf einer frommen Frau ganz intensiv", schildert Barbara Bredow ihre Vorbereitung. Dazu liest sie möglichst viel an Originaltexten sowie Biografien und sie macht sich ausführlich mit dem zeitgeschichtlichen Kontext vertraut. Die Nürnberger Künstlerin und überzeugte "Alt-68-erin" ist ein Multitalent: Sie arbeitet als Schauspielerin, Dramaturgin, Journalistin und Autorin. "Dass dieser Vortrag zu Maria Ward so wirken kann, verdanke ich auch Christine Riessner. Ihre Musik schafft die nötigen Wort-Pausen. Nur auf diese Weise kann einem das Gehörte bewusst werden."

 

Barbara Bredow und Christine Riessner auf der Bühne

Natürlich wirkt die Musik auch für sich. Christine Riessner spielt Stücke, die zu Lebzeiten Maria Wards gerne gehört wurden. Zum Maria Ward-Vortrag hat sie drei zeitgenössische Instumente mitgebracht: eine Laute, eine Barockgitarre sowie eine Chitarone, eine Art Basslaute. Die Musikerin engagiert sich in unterschiedlichen Kunstprojekten, beispielsweise als Mitglied verschiedener Barockensembles.

rif

 

 
www.congregatiojesu.de - Congregatio Jesu - Planegger Straße 4 - 81241 München