Das Zeitalter der Aufklärung

Das Zeitalter der Aufklärung

1752 übernahmen zwei Schwestern aus Fulda die von Barbara Schultheiß gegründete Mädchenschule in Mainz. Auf Wunsch der Kaiserin Maria Theresia begannen die Schwestern 1758 mit einer Niederlassung in Günzburg, 1770 mit einer in Budapest. Die Karmelitinnen von Rovereto stellte Kaiser Joseph II. 1783 vor die Wahl, ihre Gemeinschaft aufzugeben oder mit der Erziehung von Mädchen zu beginnen. Sie entschieden sich für letzteres und ließen sich im Institutshaus in Meran zu „Englischen Fräulein“ ausbilden.

Die pädagogischen Reformen der Aufklärungszeit betrafen vor allem die Elementarerziehung. Zunächst in St. Pölten, dann in Augsburg, später auch an anderen Orten wurde die neue Form der „Normalschule“ übernommen, Unterrichten in homogenen Jahrgangsklassen, einheitliche Schulbücher, Sachkundeunterricht in Erdkunde und Geschichte, Neuerungen beim Lesen lernen, öffentliche Prüfungen. Die zunehmende Klosterfeindlichkeit bedeutete in Bayern Kürzung der finanziellen Zuwendungen und überall strenge Begrenzung bei der Aufnahme von Kandidatinnen.

Die Säkularisation der Klöster in Bayern betraf zwar die Englischen Fräulein wegen ihres geringen Vermögens nicht, doch wurde 1809 die Auflösung des Hauses in München angeordnet. Andere Niederlassungen wurden zwangsweise zusammengelegt oder zum Aussterben verurteilt.

« zurück zur Übersicht