Der Papst entscheidet

Der Papst entscheidet

Als 1743 der Augsburger Bischof den Schwestern seiner Diözese untersagte, zur Wahl der neuen „Oberstvorsteherin“ nach München zu reisen, und er dann, als man stattdessen in Augsburg gewählt hatte, die Gewählte nicht anerkennen wollte, widersetzten sich die Schwestern in Mindelheim. Zur Strafe durften sie in ihrem Haus nicht mehr die Messe feiern. Sie appellierten an den Papst, der 1749 seine Entscheidung traf:

Die Bulle Urbans VIII. sei zwar in Kraft, aber das Institut der Englischen Fräulein ein anderes als das der verurteilten Jesuitinnen; Mary Ward darf daher nicht als Gründerin benannt und verehrt werden. (Die erste gedruckte Biographie über sie, verfasst von Marcus Fridl, kam bald darauf auf den kirchlichen Index der verbotenen Bücher.)

Die Schwestern haben nach den 81 Regeln zu leben, ihre Konstitutionen sind nicht gültig. Sie sind keine Ordensfrauen im strengen (monastischen) Sinn. Sie unterstehen der Jurisdiktion der Ortsbischöfe, die für sie geistliche Leiter und Beichtväter bestimmen. Die Generaloberin darf aber Visitationen halten, die Erziehungsarbeit überwachen und Mitglieder von einem Ort zum anderen versetzen.  

« zurück zur Übersicht