Gründung und Ausbreitung

Gründung und Ausbreitung

Die Geschichte der Frauengemeinschaft, die heute Congregatio Jesu heißt, begann mit Mary Ward und wurde die ersten 35 Jahre von ihr geprägt. Von 1610 bis 1628 konnte sich die Gemeinschaft ausbreiten und Schulen in Saint-Omer und Lüttich, Köln und Trier, Rom, Neapel und Perugia, München, Wien und Bratislava gründen. Darüber hinaus waren einzelne Schwestern oder kleine Gruppen in der Untergrundkirche in England seelsorglich tätig.

Mary Ward gestaltete ihre Gemeinschaft nach dem Vorbild des von Ignatius von Loyola gegründeten Männerordens der Jesuiten. Sie forderte daher Freiheit von der Klausur und Befreiung von der Jurisdiktion der Bischöfe auch für Frauen. Ihr Orden sollte von einer Generaloberin geleitet werden und nur dem Papst unterstehen.

Während Papst Paul V. (1605-1621) der Gründung Lob zollte und Papst Gregor XV. (1621-1623) eine Niederlassung in Rom genehmigte, betrieb Papst Urban VIII. (1623-1644) die Aufhebung, die er 1631 mit der Veröffentlichung einer Unterdrückungsbulle bekräftigte.

« zurück zur Übersicht