Unsere Geschichte in zwölf Abschnitten

Unsere Geschichte

Die Engländerin Mary Ward (1585-1645) gründete 1609/1610 zusammen mit einigen Gefährtinnen eine „Gesellschaft Jesu für Frauen“.

Die ersten Jahre nach der Aufhebung (1631) durch den Papst und erst recht nach dem Tod Mary Wards (1645) hatte die Gemeinschaft keinerlei kirchlichen Status.

Bis 1703 gab es kleine Gruppen in England, München, Rom und ab 1662 auch in Augsburg.

Nach der Bestätigung der Regeln der Gemeinschaft im Jahr 1703 konnte die Gemeinschaft in zahlreichen Orten Niederlassungen und Schulen gründen.

Das Bestimmungsrecht der Bischöfe führte die Gemeinschaft immer wieder in Zerreißproben.

1749 entschied Papst Benedikt XIV. zugunsten des Amtes der Generaloberin. Zugleich verlor die Gemeinschaft Mary Ward als Gründerin.

Das Zeitalter der Aufklärung forderte die Gemeinschaft als „Schulorden“ heraus; eine kirchenfeindliche Strömung bedrohte ihre Existenz.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte sich die Gemeinschaft erst konsolidieren. In Irland gründete Frances Ball den Zweig der Loreto-Schwestern, der bald international tätig wurde.

In Bayern konnte das Institut sich unter den Wittelsbachern in vielen kleinen Niederlassungen etablieren. In Nymphenburg gab es wieder eine Generaloberin.

1877 wurde das Institut als Gemeinschaft päpstlichen Rechts kirchlich vollständig anerkannt. Ab 1909 durfte Mary Ward wieder Gründerin genannt werden.

Die Zeit des Ersten Weltkriegs war durch große Not gekennzeichnet, die des Zweiten darüber hinaus durch das Verbot des Unterrichtens.

Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts brachte den Wiederaufbau, aber auch große innerkirchliche Veränderungen.

Zu Beginn des dritten Jahrtausends konnte die Gemeinschaft ihr vierhundertjähriges Bestehen feiern. Die geringere Zahl junger Schwestern führt zu einer Besinnung auf das Wesentliche.