Wiederaufbau und Umbruch

Wiederaufbau und Umbruch

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörten die Schulen des Institutes zu den ersten, denen von den Militärregierungen das Unterrichten gestattet wurde. 1952 begannen von Mainz aus Missionarinnen mit der Arbeit in Rhodesien (heute Zimbabwe).

1947 wurden die Institutshäuser in Ungarn und Rumänien durch die kommunistischen Regierungen enteignet. In Ungarn mussten die Schwestern das Gemeinschaftsleben aufgeben, in Rumänien wurden die deutschen ausgewiesen, die einheimischen in einem Kloster zusammengefasst. 1950 erfolgten auch in der Tschechoslowakei das Verbot der Schul- und Erziehungstätigkeit und die Enteignung der Häuser. Die Schwestern wurden in „Konzentrationsklöstern“ untergebracht und zu schwerer körperlicher Arbeit eingesetzt.

1953 konnten sich die drei Generalate des Institutes mit Sitz in Rom (früher Nymphenburg), St. Pölten und Mainz zu einem einzigen zusammenschließen. 1955 wurde von Indien aus die erste Niederlassung in Nepal gegründet, 1964 von Nymphenburg aus die erste in Korea.

In der Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils, das die Orden dazu aufrief, sich aus dem Geist ihrer Gründer zu erneuern, wurde 1977 eine Auswahl von 435 der insgesamt 827 Konstitutionen des hl. Ignatius angenommen.

Mit der politischen Wende 1989 konnten die osteuropäischen Schwestern wieder frei ihr Ordensleben führen. Im gleichen Jahr wurde eine Niederlassung in Jerusalem gegründet, 1991 die erste Niederlassung in der Ukraine, 1994 in Sibirien.

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