Zunächst ein weltliches Institut

Zunächst ein weltliches Institut

1662 gelang eine Gründung in Augsburg mit sechs Gefährtinnen und vier „Kostfräulein“, alles Engländerinnen, die wegen der „Religionsunsicherheit in England“, nicht in ihre Heimat zurückkehren konnten. Die Elementarschulen in München und in Augsburg lehrten nicht nur Schreiben und Lesen, sondern kümmerten sich auch um die religiöse und moralische Bildung. Die internen Schülerinnen des Adels wurden außerdem in der deutschen Sprache, in Latein, Englisch, Französisch, Italienisch und in den feinen Handarbeiten unterrichtet. Der Schulunterricht erfolgte kostenlos; nur die Internen hatten für Unterkunft und Verpflegung zu bezahlen. Die Schwestern mussten von den Zinsen ihrer Mitgiften und von Zuwendungen und frommen Stiftungen leben, die nicht immer ausreichten. Vor allem die notwendigen Erweiterungsbauten, um bei steigenden Schülerinnenzahlen genügend Platz zu haben, führten oft zu Verschuldung und großer Armut.

Auch in England wurden wiederholt Gründungen versucht, von denen nur Hammersmith bei London ab 1669 und der Bar Convent in York ab 1686 Bestand hatten.

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