Zwei Weltkriege

Zwei Weltkriege 

Die Zeit des Ersten Weltkriegs war von Kohlennot, Brotrationierung und Einquartierungen gekennzeichnet; Glocken wurden eingeschmolzen, Schulräume für Reservelazarette beschlagnahmt. 1919/20 trennten sich die tschechischen und slowakischen Häuser vom Generalat in St. Pölten und bildeten eine eigene Provinz.

Die Zwischenkriegszeit brachte größere Veränderungen in der Mädchenbildung. Aus der Höheren Töchterschule war in Bayern schon 1911 eine Höhere Mädchenschule geworden. 1924 wurde diese neu geordnet und daneben die Form des Lyzeums eingerichtet. Das erste Abitur an einer Mädchenschule in Bayern fand 1916 im Institut in Regensburg statt.

Ab 1936 wurden die im Volksschuldienst tätigen Schwestern von der Nazi-Regierung „abgebaut“, bald darauf die höheren Schulen des Instituts in Deutschland und Österreich mit wenigen Ausnahmen geschlossen, die Schulgebäude zweckentfremdet. Die aus dem Schuldienst verdrängen Schwestern übernahmen neue Aufgaben: Unterricht im Ausland (Rumänien, Spanien, Brasilien, Chile, Indien), im Inland Aufgaben im Kirchensteueramt, Matrikelamt, Mädchenschutz, Fürsorge, Seelsorgehilfe, Pfarrbüro, Orgelspiel, Mesnerdienst, Blindenfürsorge, Heimarbeit, Küchen- und Pflegedienst in Lazaretten und Krankenhäusern, Unterricht bei hirnverletzten Soldaten, Betreuung von Flüchtlingen, Umsiedlern, Rückwanderern, evakuierten Frauen und Kindern.

31 Schwestern kamen in Deutschland bei Fliegerangriffen ums Leben, fünf Schwestern starben in York durch eine Bombe.

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