Herzlich willkommen! Ungarische Provinz schließt sich der Mitteleuropäischen Provinz der CJ an

Herzlich willkommen!

Ungarische Provinz schließt sich der Mitteleuropäischen Provinz der CJ an

Seit dem 1. August 2017 gehören die ungarischen Schwestern der Congregatio Jesu ebenfalls zur mitteleuropäischen Provinz (MEP). Hier stellen wir Ihnen die Geschichte und Gegenwart der CJ in Ungarn vor.

Geschichte

Die erste Niederlassung der Congregatio Jesu in Ungarn entstand im Jahr 1770. Damals lud Kaiserin Maria Theresia die „englischen Fräulein“ ein, in Budapest eine Schule zu errichten. Schwestern aus dem österreichischen St. Pölten folgten der Einladung und zogen zunächst nach Buda, einige Jahr später auf die andere Seite der Donau nach Pest. Wie von der Kaiserin gewünscht und gefördert, eröffneten sie eine Schule, die schnell zu einem Schulzentrum heranwuchs. Mehr als 150 Jahre lang lehrten die Schwestern Schülerinnen, angehende Lehrerinnen und leiteten zudem eine Handelsschule und ein Internat. Zur Zeit der Säkularisation gab es in Ungarn 430 Schwestern, die in sieben Schulen rund 6.000 Kinder unterrichteten.

Im Jahr 1948 wurden die Schulen von der kommunistischen Regierung geschlossen, die Schwestern wurden enteignet, die CJ in Ungarn verboten. Zahlreiche Schwestern wurden aus Ungarn vertrieben. Einigen Schwestern gelang es jedoch, zu bleiben und in der ungarischen Untergrundkirche Religionsunterricht zu erteilen und soziale Unterstützung zu leisten.

Gegenwart

Nach der Wende setzen sich die Schwestern dafür ein, wieder Schulen zu eröffnen. Mit Erfolg: 1997 wurde zunächst die Grundschule in Budapest wiedereröffnet, 2001 auch das Gymnasium. Die Schule befindet sich in der Innenstadt, direkt neben der Váci Straße und dem Ferenciek Platz und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Vermittlung von Fremdsprachen. Ziel ist es, dass die Schülerinnen mindestens zwei Sprachen lernen. Dabei können sie aus Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch wählen. Ein zweiter großer Schwerpunkt ist Musik. So gibt es an der Schule neben einem Ausbildungsprogramm für Kirchenmusiker auch Kurse für Volksmusik (Folksänger, Volksmusiker) und Unterricht in klassischer Musik, Tontechnik, Instrumentalmusik und Kurse für Sänger mit der Spezialisierung auf alte Musik. Ein einzigartiges Angebot in Ungarn, das die Schule landesweit bekannt gemacht hat. Familientage, Mary-Ward-Projektwochen und Exerzitien für Schüler und Eltern runden das Angebot ab.

Eine zweite Schule mit Grund- und Musikschule in Eger, wird zum 1. September 2017 mit dem dortigen Gymnasium der CJ zusammengeführt. Die Trägerschaft wird an die Erzdiözese Eger übertragen.

Außerdem gibt es Gemeinschaften in Budapest-Zugliget, Eger und Veröce. Die insgesamt XX Schwestern leben in einem Seniorenheim, arbeiten als Lehrerinnen, in der geistlichen Begleitung, der Jugendarbeit oder der Pastoral.

Weitere Informationen

Wer ungarisch versteht, oder eine Übersetzungs-App verwendet, findet auf den ungarischen Seiten zahlreiche weitere Informationen und Bilder, die einen guten Eindruck vom Leben und dem Engagement der Schwestern in Ungarn vermitteln: http://congjesu.hu

Deutschsprachige Informationen über die Maria-Ward-Schule in Budapest finden Sie unter: http://www.wardmaria.hu/index.php/uber-uns

Die aktuelle Meldung über das Willkommensfest können Sie in deutscher und ungarischer Sprache lesen.