Impulse

März

Stichwort FRAUEN – und was Gott ihnen zutraut

„Schließlich sind sie nur Frauen“, so begründete ein Jesuitenpater seine Prophezeiung, dass der Schwung der Schwestern um Mary Ward bald erlahmen werde. Sie hält dagegen:

„Es ist wahr, dieses Feuer erkaltet oft. Aber was ist die Ursache? Liegt es daran, dass wir Frauen sind? Nein, sondern daran, dass wir unvollkommene Frauen sind […] und nicht die Wahrheit lieben, sondern auf Lügen aus sind. Veritas Domini manet in aeternum; die Wahrheit unseres Herrn währt immerdar. […] Diese Wahrheit können Frauen ebenso haben wie Männer. Wenn wir versagen, kommt das von einem Mangel an Wahrheit und nicht davon, dass wir Frauen sind.“

Frauen der Tat

„Es gibt keinen solchen Unterschied zwischen Männern und Frauen, dass Frauen nichts Großes vollbringen können, wie wir am Beispiel vieler Heiliger gesehen haben, die Großes getan haben. Ich hoffe zu Gott, man wird sehen, dass Frauen in der kommenden Zeit viel tun werden.“

„Denn das Feuer hat seinen Ort nicht in den Gefühlen, sondern in der Entschiedenheit, gut zu handeln, die Frauen ebenso gut haben können wie Männer.“

 

Wenn es hapert

„Trotzdem seht ihr, dass manche gelehrte Männer nicht vollkommen sind, weil sie nicht tun, was sie wissen, und nicht ausführen, was sie predigen. Um aber Vollkommenheit zu erlangen, ist das Wissen um die Wahrheit notwendig, um sie zu lieben und auszuführen.“

Mangel an Ausrichtung auf Gott

„Aber zuerst bitte ich euch, dessen eingedenk zu sein, die Wahrheit und das Wissen, zu dem sie euch bringt, um des Zieles willen zu lieben und zu suchen, zu dem sie euch bringt, das ist Gott, und diesen Mangel an Wissen zu verstehen, nicht den Mangel an Studium, noch weil wir Frauen sind, – sondern es ist der Mangel an Wissen oder der Mangel an wahrer Betrachtung Gottes, die das Ziel des Wissens ist […]“

Verantwortlich gegenüber der eigenen Erkenntnis

„In der Tat hoffe ich, dass mit der Gnade Gottes das Feuer nicht erkalten wird, wenn wir diese Wahrheit lieben. Ich kann nicht anders als diese Wahrheit, diese Wirklichkeit, von der ich überzeugt bin, zu verteidigen, dass das Feuer nicht zwangsläufig erkalten muss, weil wir Frauen sind, habe jedoch nicht die Absicht, diesen Pater zu tadeln. Von diesem Punkt abgesehen mag er viel Wissen besitzen und vielleicht besitzt er alles andere Wissen und ich besitze nur dieses Wissen und die Erkenntnis allein dieser Wahrheit, durch die ich vielleicht gerettet werden muss.“

„Deshalb muss und werde ich immer für diese Wahrheit einstehen, dass Frauen vollkommen sein können und dass das Feuer nicht zwangsläufig erkaltet, weil wir Frauen sind. Frauen können genauso vollkommen sein wie Männer, wenn sie die Wahrheit lieben und wahres Wissen suchen […]“

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