Im Gedenken an Sr. Raingard Mayer CJ

Sr. Raingard Mayer CJ verstorben

Eichstätt. Am 18. September 2016 starb Sr. Raingard Mayer CJ kurz vor Vollendung ihres 85. Lebensjahres. Sie leitete von 1970 bis 2002 die Maria-Ward-Realschule in Eichstätt und prägte dort mehrere Schülergenerationen „mit wachem Verstand, einem großen Fachwissen und ihrem unverwechselbaren Sinn für Humor“, wie es in der Todesanzeige der Schule formuliert ist.

Sr. Raingard Mayer CJ fotografiert von Gisela Hetzer

Sr. Raingard Mayer CJ wurde 1931 in Eutenhofen (Kreis Eichstätt) geboren. Ihre Eltern betrieben eine Gaststätte, und dort sollte sie nach deren Willen auch nach Ende der Pflichtschulzeit arbeiten. Doch Raingard Mayer bat darum, weiter die Schule besuchen zu dürfen. Tatsächlich konnte sie sich an der Mächenrealschule in Riedenburg und anschließend an den Lehrerbildungsanstalent in Eichstätt und Regensburg weiterbilden.

Mit 25 Jahren trat sie in das Noviziat der Congregatio Jesu in München-Nymphenburg ein. 1964 legte sie ihre Ewigprofess ab. Da war sie schon acht Jahre lang Lehrerin in München-Pasing und Fürstenfeldbruck. Von 1963 bis 1968 arbeitete sie in Wasserburg am Inn und wechselte von dort nach Eichstätt. 1970 übernahm sie die Leitung der Mari-Ward-Realschule. Dort wirkte sie, zusammen mit ihrer Konrektorin und Mitschwester Lioba Wackerbauer CJ, sehr innovativ. Beispielsweise wurde an der Eichstätter Mädchenrealschule bereits 1984 das Wahlfach Computer eingeführt.

Im Ruhestand war Sr. Raingard Mayer CJ weiter aktiv. Zuletzt engagierte sie sich in der Arbeit mit Flüchtlingen in der benachbarten Sammelunterkunft. (rif)