Zum Schuljahresende: Rückblick auf das Projekt „Stoppt die Plastikflut!“ in Würzburg

Zum Schuljahresende:

Rückblick auf das Projekt „Stoppt die Plastikflut!“ in Würzburg

Es hat klein begonnen: wir suchten nach einer Idee für unsere Maria Ward-Woche. In Anlehnung an unser Jahresmotto, bei dem es um die kleinen Dinge geht, in denen man sich Mühe geben soll, wurde das Projekt „Stoppt die Plastikflut!“ geboren. In kürzester Zeit hat dieses Thema viele von uns gepackt und sogar in Ansätzen unser Verhalten geändert.
 

Collagen zum Thema „Stoppt die Plastikflut!“

Im Vorfeld der Maria-Ward-Woche gestalteten Schülerinnen der 6. Klassen zur Einstimmung farbenprächtige Collagen zum Thema Plastikmüll in den Meeren. Die knalligen Stellwände haben uns bis zum Schuljahresende begleitet und erinnerten uns immer wieder an den teilweise katastrophalen IST-Zustand der Meere.
Gestalterisch aktiv waren auch die Schülerinnen der Klassen 7 unter der Leitung von Anne-Rose Volk. Sie haben Collagen mit Hilfe von Werbeanzeigen kreiert. Das Ergebnis sind hochklassige Eyecatcher, die unser Umweltproblem überspitzt darstellen.

Die Papiertütenaktion „Papier statt Plastik!“

In der Maria Ward-Woche war es dann soweit: neben unserer riesigen, stimmungsvollen Maria Ward-Frühstückstafel in den Gängen unseres Schulgebäudes, ohne Einmalplastik und mit möglichst unverpackten Lebensmitteln und Glas statt Plastik, gestalteten alle Schülerinnen Papiertüten, die bereits mit dem Aufdruck „Papier statt Plastik!“ versehen waren. Die bunte Vielfalt aus den Klassen 5 bis 10 wurde in insgesamt neun Läden in und um Würzburg den Kunden gegen eine Spende angeboten. Die Schülerinnen unterstützten die Aktion zusätzlich mit einem Euro. Den Gesamterlös über 1100 € haben wir dem ambulanten Malteser Kinderpalliativteam Unterfranken zu Gute kommen lassen.

Der Kauf von 4ocean-Armbändchen

Im Rahmen des Umwelttags sind wir auf die amerikanische Organisation 4ocean gestoßen, die zwei Surfer zum Schutz der Meere vor zwei Jahren gründeten. Insgesamt hat 4ocean bereits fast 4,5 Millionen Pfund Müll aus den Meeren gefischt. Für den Kauf eines Armbändchens - klar, aus Recyclingmaterial - garantiert 4ocean, innerhalb eines Jahres 1 Pfund Müll aus dem Meer zu fischen! Ein wunderbares Projekt, das wir sehr gerne unterstützt haben und weiter unterstützen werden. 

ZIEL: „Bewahren der Schöpfung!“

Das Projekt „Stoppt die Plastikflut!“ hat sich im Laufe der Wochen und Monate mosaikartig zu einer immer größer werdenden Aktion entwickelt…. und von Anfang an spielte der Schutz unseres Planeten, unserer Erde, eine zentrale Rolle.
Es gilt unseren Planeten mit seiner wundervollen Vielfalt an Leben zu erhalten. „Es gibt keinen Planet B!“ Wir haben nur diese eine Erde, auf die wir aufpassen müssen, die wir schützen müssen. 
Parallel zu der Tütenaktion haben in der Maria-Ward-Woche 30 Mädchen an der Gestaltung der Wand im Meditationsraum mitgewirkt. Nach der Ideensammlung und dem ersten Bemalen von Leinwänden Ende des letzten Schuljahres sind jetzt wunderschöne kleine Leinwände mit „Früchten und Samen“ sowie mit Tieren der verschiedenen Lebensräume entstanden. 
 
Für eine hochwertige Gestaltung des Hintergrunds haben wir Stoff verwendet. Die sieben Tage der Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis wurden in sieben Bahnen symbolisch umgesetzt und die Mitte der Wand mit einer Erdkugel geschmückt. Es war eine mühselige Arbeit, doch zusammen haben wir es geschafft! Stolz befestigten die Schülerinnen ihre Leinwände an dem entsprechenden Tag in der Schöpfungsgeschichte.
Aktuell fehlt noch der Mensch. Auch Adam und Eva werden eine kleine Leinwand bekommen. Geplant ist ein beschwingtes „Laudato si“, das sie und alle Tiere und „alles Leben auf der Erde“ als wellenförmiger Schriftzug umfließen wird. Die Anregung zu dem bekannten Lobgesang „Laudato si“ haben wir durch den Wettbewerb des Evangelischen Schulreferats bekommen, an dem wir teilnehmen wollen.
 
Text und Bilder: Manuela Gehr, Lehrerin MWS