Rückblick auf den Katholikentag in Münster 2018

Gute Gespräche, intensive Begegnungen, gelungene Veranstaltungen

Rückblick auf den Katholikentag 2018 in Münster

Frieden suchen – zu Friedensfinderinnen werden: In diesem Spannungsfeld bewegte sich der Auftritt der Congregatio Jesu beim Katholikentag 2018 in Münster. So war zum Beispiel Sr. Prof. Dr. Martha Zechmeister CJ aus San Salvador angereist. Die Fundamentaltheologin sprach beim Podium "Frauen-Friedens-Räume: befreiend und inspirierend. Im Gespräch mit Theologinnen aus Lateinamerika" gemeinsam mit Prof. Dr. Olga Vélez Caroaus Bogotá in Kolumbien, Prof. Dr. Gabriela di Renzo aus Rosario in Argentinien und Prof. Dr. Diana Beatriz Viñoles aus Ushuaia in Argentinien über Ansätze, wie Frauen zum Frieden beitragen können. Dabei stellte sie ihr Versöhnungsprojekt vor und sagte: "Wir sind überzeugt, dass der Friede nicht aus den Schaltstellen der Macht kommt, sondern von den Opfern. Dazu müssen wir den Opfern zunächst wirklich und ernsthaft zuhören. So schaffen wir eine Situation, in der Menschlichkeit möglich ist."

Zudem gehörte Sr. Martha zu den "Friedensfinderinnen" - einer interreliösen Initiative mehrerer Frauenverbände, unter anderem von AGENDA - Forum katholischer Theologinnen. Das Treffen wurde von Frauen jüdischen, christlichen und islamischen Glaubens gestaltet. In einem emotionalen Impuls rief Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-Viadrina Governance Plattform Berlin die Frauen und Männer auf dem gut gefüllten Domplatz dazu auf, sich für Frieden und gegen das Böse einzusetzen. Eine Imamin las Friedenstexte aus dem Koran, eine Rabbinerin Texte aus der Thora und Sr. Martha rezitierte eine Passage aus der Bergpredigt und erläuterte ihre persönliche Motivation für ihren Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit. 

In einem Werkstattgespräch zum Thema "Orden – Macht – Politik. Die Rolle von Ordensgemeinschaften in der Politikgestaltung" sprach Sr. Anna Schenck CJ mit Sr. Dr. Katharina Ganz OSF und P. Dr. Martin Maier SJ über die Möglichkeit von Ordenschristen, die Stimmen von Menschen am Rand der Gesellschaft im politischen Diskurs hörbar zu machen.

Ein Beispiel für das konkrete Engagement war Sr. Helena Erler CJ, die als Gefängnisseelsorgerin tätig ist und beim Katholikentag auch am Stand der katholischen Gefängnisseelsorge zahlreiche Gespräche führte.

Sr. Marianne Milde CJ gehörte zum Vorbereitungsteam, das die große Eucharistiefeier der ignatianischen Gemeinschaften im Paulus-Dom am Samstag Mittag mit dem Thema "Hoffnungszeichen für den Frieden" vorbereitet hatte und Sr. Birgit Stollhoff CJ führte die Besucherinnen und Besucher des Abendgebets der ignatianischen Gemeinschaften am Freitag in die Bedeutung des Gebets der liebenden Aufmerksamkeit ein.

Sr. Johanna Schulenburg CJ gestaltete mehrere Einheiten im "Zentrum Bibel und Spiritualität". Dabei ging es einmal um das Thema "Vergeben - gar nicht so einfach. Lernen, sich mit Kränkungen auszusöhnen" und gleich mehrfach bot sie eine "Einführung ins Beten mit dem Namen Jesus Christus. Das Herzensgebet kennenlernen" an, bei der die Gäste mit konkreten Übungen erste Erfahrungen mit dem kontemplativen Beten sammeln konnten.

Die ignatianische Spiritualität als ein Weg, inneren Freden zu finden, fand sich auch am Stand der Congregatio Jesu auf der Kirchenmeile wieder. Dort konnten die Besucherinnen und Besucher unter anderem eine "spirituelle Parkscheibe" mitnehmen. Diese hatte das Vorbereitungsteam, bestehend aus Sr. Helena Erler CJ und Sr. Birgit Stollhoff CJ, so gestaltet, dass die Gäste beim Drehen der "Parkscheibe" eine Einführung bekommen in die Unterscheidung der Geister, wie Ignatius von Loyola sie beschrieben hat.

Auch kleine Spruchkarten mit Texten und Gedanken von Mary Ward und einer Erklärung zum Gebet der liebenden Aufmerksamkeit, verschiedene Broschüren, Texthefte und Bücher sowie der neue Imageflyer waren bei den Besuchern sehr beliebt und luden zum Informieren, Verweilen und zum Gespräch ein. Einige Teilnehmer fragten zudem gezielt nach Exerzitienangeboten, stillen Tagen oder der Möglichkeit geistlicher Begleitung.

Rund um den Stand der Congregatio Jesu waren weitere ignatianische Gemeinschaften zu finden. Insbesondere mit den driekten Standnachbarn, den Jesuiten, gab es viele gute Kontakte. Zudem freuten dich die Schwestern und Gefährtinnen am Stand über den Besuch von Mitschwestern und anderen Gefährtinnen, Mitgliedern von Mary-Ward-Freundeskreisen und anderen "alten Bekannten".

Alle Veranstaltungen mit Schwestern der Congregatio Jesu waren sehr voll oder sogar  deutlich vor Beginn überfüllt – ein Zeichen dafür, dass die ignatianische Spiritualität und das, was die Schwestern zu sagen haben, auf großes Interesse stoßen, und dass die Sendungen der Congregatio Jesu die Bedürfnisse der Menschen treffen.

Weitere Fotos und Eindrücke aus Münster finden Sie hier (Bilder vom 10.05.2018) und hier (Bilder vom 11.05.2018)

Tschüss Münster... Wir sehen uns wieder beim Kirchentag 2019 in Dortmund.

 

Fotos: Sr. Birgit Stollhoff CJ, Esther Finis