Ungarische Schwestern schließen sich der MEP an – Willkommensfeier am 2. September 2017 in Budapest

Mitteleuropäische Provinz (MEP)

der Congregatio Jesu wächst

Ungarische Schwestern schließen sich der MEP an.

Willkommensfeier am 2. September 2017 in Budapest

München-Pasing/Budapest. Am Samstag, 2. September 2017, feiern die Schwestern der Congregatio Jesu (CJ) in Budapest die Zusammenführung von zwei Provinzen: Die ungarischen Schwestern werden an diesem Tag mit einer Willkommensfeier in die Mitteleuropäische Provinz der CJ aufgenommen.

Offiziell vollzogen wurde die Vereinigung der beiden Provinzen bereits am 1. August 2017. „Wir freuen uns, dass wir in Zukunft noch enger zusammenarbeiten werden“, so Sr. Sabine Adam, Provinzoberin der Mitteleuropäischen Provinz der CJ. Am 2. September reist sie gemeinsam mit Schwestern aus der MEP sowie der Generaloberin der CJ, Sr. Jane Livesey, nach Budapest, um die geeinte Arbeit der Provinzen offiziell zu beginnen. „An diesem Tag werden wir auch drei Delegierte aussenden, die gemeinsam mit allen Schwestern daran arbeiten werden, dass aus der offiziellen, organisatorischen Zusammenführung der beiden Provinzen wirklich eine Einheit entsteht“, erklärt Sr. Sabine Adam. Neben Sr. Veronica Fuhrmann CJ sind die Delegierten Sr. Brigitta Barnai CJ (cura personalis) und Sr. Viktoria Kaszap CJ (cura apostolica).

Einige der ungarischen CJ-Schwestern bei einem gemeinsamen Treffen.

Damit die Zusammenführung gut gelingt, hat die Provinzoberin eine herzliche Einladung an ihre ungarischen Mitschwestern ausgesprochen: „Wir haben alle Schwestern eingeladen, nach Österreich und / oder Deutschland zu kommen, um unsere Provinz und ihre Mitschwestern kennenzulernen. In unserem Exerzitienhaus in Neuburg an der Donau, aber auch in allen anderen Gemeinschaften sind sie außerdem willkommen, wenn sie Praktika absolvieren oder Deutsch lernen möchten.“

Gruppenfoto einiger CJ-Schwestern in Ungarn

Gleichzeitig spricht Sr. Sabine Adam der bisherigen Oberin der ungarischen Schwestern einen großen Dank aus: „Sr. Judit Knab hat die ungarische Provinz lange und sehr gut geleitet und den Übergang zur nun erfolgten Zusammenführung mit großem Engagement und persönlichem Einsatz gestaltet. Ich freue mich sehr, die offizielle Übergabe gemeinsam mit ihr begehen zu können.“

Ende September werden Sr. Sabine Adam sowie die Koordinatorin der Zusammenarbeit, Sr. Veronica Fuhrmann erneut nach Ungarn reisen und dann mit jeder der Schwestern dort sprechen.

 

Hintergrund:

Die Congregatio Jesu wurde 1610 von Mary Ward gegründet. Weltweit gehören dem Orden mehr als 1.500 Schwestern an. Die Mitteleuropäische Provinz der Congregatio Jesu umfasst den deutschsprachigen Raum zwischen Hannover, Meran und Budapest.

Die erste CJ-Niederlassung in Ungarn entstand 1770, als Schwestern aus St. Pölten auf Einladung von Kaiserin Maria Theresia nach Buda zogen. Sie betreuten die Reliquie des heiligen Stefan und eröffneten eine Schule. Ein paar Jahre später zogen sie an die andere Seite des Donauufers nach Pest und führten dort fast 200 Jahre lang eine Schule, eine Lehrerbildungsanstalt, eine Handelsschule und ein Internat. Das kommunistische Regime schloss die Schulen und enteignete die Häuser der CJ, zahlreiche Schwestern wurden vertrieben. Einigen gelang es jedoch, zu bleiben und in der ungarischen „Untergrundkirche“ Religionsunterricht zu erteilen und soziale Unterstützung zu leisten.

Heute gibt es wieder eine Maria-Ward-Schule und eine Kommunität der Congregatio Jesu in Budapest. Außerdem gibt es Gemeinschaften in Budapest-Zugliget, Eger und Veröce. Die Schwestern arbeiten als Lehrerinnen, in der geistlichen Begleitung, der Jugendarbeit und der Pastoral.

Hinweise:

Diese Meldung können Sie auch in ungarischer Sprache lesen.

Die Ansprache von Provinzoberin Sr. M. Sabine Adam CJ in Budapest finden Sie hier.