Archiv der Provinz München-Nymphenburg (AIM)

Das Archiv der Provinz München-Nymphenburg (AIM)

I. Maria Ward – erste Gründung in München: Paradeiserhaus

Die 1. Gründung der Englischen Fräulein in Bayern erfolgte 1627 unter Kurfürst Maximilian I. in München, das sogenannte Paradeiserhaus.
Neben dieser Münchener Gründung entstanden weitere Niederlassungen mit Filialen: Augsburg gegr. 1662, Burghausen gegr. 1683, Mindelheim gegr.1701, St. Pölten gegr. 1706, Bamberg gegr. 1717, Altötting gegr. 1721, Meran gegr.1724, Fulda gegr. 1732, Brixen gegr. 1739, Aschaffenburg gegr. 1748, Frankfurt a. Main gegr. 1749, Mainz gegr. 1752, Günzburg gegr. 1758, Rovereto gegr. 1782

Die 1. Gründung, das Paradeiserhaus in München, wurde in der Säkularisation 1809 geschlossen.

Das Institut im Schlossflügel zu Nymphenburg

 

II. Generalat München-Nymphenburg

1835 berief König Ludwig I. die Englischen Fräulein wieder nach München.

Er stellte ihnen den nördlichen Flügel des Schlosses Nymphenburg zur Verfügung und übertrug ihnen mit Urkunde vom 6. Oktober 1835 die bereits seit 1730 bestehende „Königliche Unterrichts-und Erziehungsanstalt für die weibliche Jugend“. Die 1. Vorsteherin war Frau Katharina di Graccho.
Ein Dekret Papst Gregor XVI. vom 20. Januar 1840 erklärte, dass auf den Wunsch König Ludwig I. Frau Katharina di Graccho, die Oberin von Nymphenburg, zur Generaloberin sämtlicher Englischer Fräulein-Institute (bereits acht) in Bayern aufgestellt sei.
Mit Päpstlichem Breve vom 23. April 1841 bestimmt Papst Gregor XVI., dass Generaloberin immer jene sei, welcher die Leitung und Regierung des Nymphen-burger Hauses zukommt und diese oberste Vorsteherin daselbst Sitz und beständigen Wohnort habe.

Vom General-Mutterhaus München-Nymphenburg aus erfolgten nun zahlreiche Gründungen mit Schulen, Pensionaten und Kindergärten:

1840   München-Berg am Laim, 1845   Schäftlarn, 1852   Reichenhall-St. Maria, 1853   Reichenhall-St. Zeno, 1852   Missionsstation in Bukarest-St. Maria/ Rumänien (1879 Bukarest-St. Josef, 1885 Braila, 1889 Craiova), 1853   Missionsstation in Bankipore-Patna/Indien (1855 Batthia,1866 Allahabad, 1878 Naini Tal,1896 Jeolikote,1899 Kanpur, 1913 Jhansi) 1855   Wasserburg, 1856   Trostberg, 1857   Traunstein, 1861   Übernahme des städt. Waisenhauses in München, 1862   München-Pasing und Frankfurt a.M., 1862    Gloucester (England), 1863   Fürstenfeldbruck und Deggendorf, 1864   Haag i. Obb., 1866   Aibling, Pacht des Krongutes Blutenburg, 1868   Teisendorf, 1869   Eichstätt, 1871   Tittmoning, 1872    Walpertskirchen, 1873   Furth i. W., London, 1885   Ascot, 1893   Traunstein-Sparz, 1896   Landau/Pfalz, 1897   Rom, 1898   München-Augustenstraße, 1903   Regensburg, 1910   Buchendorf, 1915   München-St. Elisabeth, 1919   Gersau/Schweiz, 1922   München-St. Agnes, 1926   Gauting, 1927   Fribourg/Schweiz

 

III. Provinz München-Nymphenburg

1929  erfolgte ein  Einschnitt: das Generalat wurde von München-Nymphenburg nach Rom verlegt – München-Nymphenburg wurde Provinzialat. Ihm unterstanden damals 28 Niederlassungen

1937  mussten in der Diktatur des 3. Reiches die Nymphenburger Schwestern den nördlichen Schlossflügel verlassen, weil dort ein Jagdmuseum eingerichtet wurde. Schulen und andere Einrichtungen des Institutes wurden größtenteils enteignet. Freigewordene Lehrerinnen und andere Schwestern gingen ins Ausland, wo

1939 von München-Nymphenburg aus eine Niederlassung in Little Rock/Arkansas und eine in Barcelona/Spanien gegründet wurde.

1964  erfolgte die Missionsgründung in Südkorea mit 3 deutschen Schwestern und 6 koreanischen Schwestern, die vorher in Nymphenburg eingetreten waren:
1964  Eröffnung eines Noviziates und eines Kindergartens in Seoul
1966  Primary School und High School in Daejeon
1967  Kindergarten in Bo-Eun
1972  St. Mary´s Clinik mit Leprosy Service in Iri

Korea-Missionarinnen

Findmittel:

Aktenplan

Inhalt:

  • Geschichte und Chroniken der verschiedenen Niederlassungen der ehemaligen Provinz
  • Urkunden
  • Akten, Verträge
  • Unterlagen über das geistliche Leben
  • Schwesternverzeichnisse, Nekrologe, Lebensbilder der Schwestern
  • Unterlagen über die Tätigkeiten: Kindergärten – Schulen – soziale und pastorale Einrichtungen
  • Bauakten
  • Fotos
  • Literatur über Maria Ward und die Congregatio Jesu
  • Maria-Ward-Akten
  • Generalatsakten

Bestände:

Bestände:

I.        Maria-Ward-Archiv

  • Dokumente, Urkunden, Briefe, Lebensbeschreibungen

II.          Archiv des Generalates München-Nymphenburg von 1835 – 1929

  • Akten des Generalates ab 1835 
  • Akten der Neugründungen 1840 – 1929
  • Akten der Niederlassungen: Augsburg, Burghausen, Mindelheim, Bamberg, Altötting, Aschaffenburg, Günzburg, Passau-Niedernburg, Neuburg a.d.Donau, Schrobenhausen, Lindau, Wallerstein, Kempten,  Nürnberg, Mainz, Fulda, Frankfurt, York, Ascot
  • Rumänien, Indien

III.      Archiv des Provinzialates München-Nymphenburg von 1929 –2004

  • Akten des Provinzialates ab 1929
  • Akten der Neugründungen (s. Akten des Generalates)
  • Akten der Neugründungen: Barcelona, Little Rock, Südkorea: Seoul, Dajeon, Bo-Eun, Iri

IV.     Hausarchive der ehemals zum Generalat und der Provinz München-Nymphenburg gehörenden Niederlassungen: Bad Aibling, Bad Reichenhall-St. Maria, Bad Reichenhall-St. Zeno, Blutenburg, Buchendorf, Deggendorf, Eichstätt Residenzplatz, Eichstätt Winkelmannstr., Fribourg/Schweiz, Fürstenfeldbruck, Furth im Wald, Gauting-St. Raphael, Gersau/Schweiz, Harpfetsham, Hofstetten b. Eichstätt, Landau/Pfalz, München-Berg am Laim, München Herz-Jesu-Haus, München-Nymphenburg, München-Pasing, München-Schellingstr. , München-St. Agnes, München-St. Elisabeth, München-Waisenhaus, Oberpframmern, Regensburg, Schäftlarn, Teisendorf, Tittmoning, Traunstein, Traunstein-Sparz, Trostberg, Trostberg-Schwarzau, Walpertskirchen, Wasserburg

 

Grobe Archivgliederung – Aktenplan:

0 - Geschichte des Hauses
1 - Leitung 

  • Heiliger Stuhl
  • Generalat
  • Provinzialat
  • Hausleitung
  • Hauskonsult

2 - Mitglieder
     u.a. Mitgliederverzeichnisse, Personalakte, Nekrologe, Nachlässe, Ausgetretene etc.
3 - Andere Personen
4 - Spiritualität und Kultus
     u.a. Regeln, Konstitutionen, Dekrete, Liturgie, Sakramente, Gebetsleben (Exerzitien), Formation
5 - Apostolat / Werke

  • Kinderbewahranstalten / Kindergärten
  • Schulen
  • Pensionat / Internat / Tagesheim
  • Soziale Einrichtungen
  • Pastorale Dienste
  • Missionstätigkeit

6 - Niederlassungen
7 - Vermögen 

  • Erbschaften
  • Immobilien
  • Mobilien

8 - Finanzen
MW - Maria Ward und CJ

 

Öffnungszeiten:

Benutzung nur nach vorheriger Terminvereinbarung.

Das Archiv der Nymphenburger Provinz befindet sich derzeit in Bearbeitung, so dass möglicherweise nicht immer alle Akten zur Verfügung stehen. Grundsätzlich steht das Archiv für Recherche und historische Forschung aber offen.

Kontakt:

Sr. Manuela Wiesheu CJ
Maria Ward Str. 11
80638 München

Telefon:  +49 (0)89 1795393 – 164
Fax:  +49 (0)89 1795393 – 167
E-Mail:  archiv.muenchen-nymphenburg [at] congregatiojesu.de