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Geschichte der Congregatio Jesu

Mary Ward kommt mit weiteren fünf Engländerinnen nach Saint-Omer. Sie fangen an, Mädchen zu unterrichten. So beginnt die Frauenordensgemeinschaft, die den Namen Jesu tragen soll.

  • 1609

    1609/1610: Entstehung der Congregatio Jesu

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    1609 kommt die Engländerin Mary Ward kommt mit fünf weiteren Frauen nach Saint-Omer - mit der Gründung einer Mädchenschule und einer ersten Gemeinschaft entsteht das Institut, das heute die Congregatio Jesu ist.

  • 1631

    1631: Verbot durch Papst Urban VIII.

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    Papst Urban VIII. verbietet das „Treiben der Jesuitinnen“. Die Gemeinschaften werden aufgelöst. Das Ende? Nicht doch...

  • 1662

    1662: Neugründung in Augsburg und bischöfliche Anerkennung

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    Mary Poyntz (Bild), einem weiteren Mitglied der ersten Stunde, gelingt die Gründung einer zweiten deutschen Niederlassung in Augsburg. Zusammen mit anderen Engländerinnen, unter ihnen auch einige Schülerinnen, bekommen sie dort als wegen ihres Glaubens Verfolgte Schutzstatus. Bis zum Ende des Jahrhunderts entstehen weitere Standorte in Burghausen…

  • 1703

    1703: Erste Approbation der Ordensregeln und zahlreiche Neugründungen

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    Auf Fürsprache einiger Bischöfe und des bayerischen Kurfürsten kann 1703 in Rom die Approbation eines „Summariums der Regeln“ erreicht werden. Nicht die Mitglieder, aber ihre Lebensweise hat nun geistlichen Rang. Die Gemeinschaft hat damit eine kirchliche Existenzberechtigung, was zu einer Reihe von Gründungen führt.

  • 1749

    1749: Rückschläge und Fortschritte

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    Die „Englische Tugendschul“ von Marcus Fridl, die erste gedruckte Biographie über Mary Ward, kommt im Gefolge eines Jurisdiktionsstreits auf den Index der verbotenen Bücher. Das „Institut St. Mariä“ darf Mary nicht mehr als Gründerin nennen. Gleichzeitig bestätigt der Papst das Generaloberinnen-Amt, das es zuvor für Gemeinschaften von Frauen nicht…

  • 1765

    1765: Die Burghausener Klosterapotheke und das Zeitalter der Aufklärung

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    Barbara Wild aus Tittmoning (Bild) wird im Jahr 1765 vom Herrn Leib-Medicus im Beisein des Herrn Hof-Apothekers mit vielen Fragen examiniert, welche „die Edel, all Ehr- und Tugendsame Jungfrau Barbara Wildin zu seiner Zufriedenheit sehr wohl und gründlich beantwortete und sich dergestalt perfektioniert bewies, daß sie einer Apotheke ersprießlich…

  • 1809

    1809: Der Verlust der Zentrale in München

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    Das 1626 von Kurfürst Maximilian I. zur Verfügung gestellte Paradeiserhaus war von den Schwestern in den Jahren 1691-1695 neu errichtet worden (Bild). Im Zuge der Säkularisation wird es 1809 beschlagnahmt und vom Königlichen Staatsministerium des Inneren bezogen. Später verwendet man es als Polizeipräsidium. (Das Gebäude lag auf dem Gelände des…

  • 1821

    1821: In Irland entsteht eine Mary-Ward-Gemeinschaft

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    Die Irin Frances Ball (Bild) absolviert auf Wunsch des Erzbischofs von Dublin ein zweijähriges Noviziat im Haus der Schwestern in York und gründet 1821 mit zwei Mitnovizinnen eine Gemeinschaft, die in Rathfarnham einzieht. Sie bildet bis heute einen eigenständigen Institutszweig (Loreto-Schwestern). Von Rathfarnham aus erfolgen bald Gründungen in…

  • 1853

    1853: Mary Ward kommt nach Indien

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    1852 landen vier Schwestern in Bombay und legen die 4000 km nach Bangipore-Patna im Ochsenwagen zurück. Die Anfänge sind bescheiden, denn die Schwestern können am Anfang weder Englisch noch die Sprache der Einheimischen. Das ungewohnte Klima setzt ihnen zu. 1857 müssen sie vor Aufständischen fliehen. Als sie im Jahr darauf zurückkehren, finden sie…

  • 1877

    1877: Kirchlich anerkannt

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    Die Kommunität in York erbittet 1876 in Rom die formale Approbation und erhält sie am 15. Februar 1877 durch Papst Pius IX. (Bild). Gegen Zweifel, ob diese Bestätigung für alle Institutszweige Geltung besitzt, schreibt ein englischer Jesuitenpater an die Generaloberin: „… der Papst hat das Institut bestätigt, dessen Regeln von Clemens XI.…

  • 1900

    1900: Die Union scheitert

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    Um 1900 gibt es Bemühungen, die verschiedenen Institutszweige (München, St. Pölten, Mainz, York und die zwei Zweige der Loreto-Schwestern) zu einem einzigen zusammenzuführen. Doch scheitert das Unternehmen, vermutlich auf Grund einer Intervention aus dem Hause Wittelsbach. Die »Heller-Konstitutionen«, nach dem Jesuitenpater benannt, der sie…

  • 1916

    1916: Das erste Abitur an einer bayerischen Mädchenschule

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    Das erste Abitur an einer Mädchenschule in Bayern findet 1916 im Institut in Regensburg statt. Ansonsten ist die Zeit des Ersten Weltkriegs von Kohlennot, Brotrationierung und Einquartierungen gekennzeichnet; Glocken werden eingeschmolzen, Schulräume für Reservelazarette beschlagnahmt. Die Zwischenkriegszeit bringt größere Veränderungen in der…

  • 1929

    1929: Neugliederung des bayerischen Institutszweigs

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    Das Nymphenburger Generalat wird 1929 nach Rom in die Via Nomentana verlegt. Die einzelnen Niederlassungen werden in Provinzen zusammengefasst. Es gibt die Provinz München-Nymphenburg (1053 Mitglieder im Jahr 1932), die Ostbayerische Provinz (1138), die Schwäbische Provinz (731), die Fränkische Provinz (587), die Englische Provinz (124), die…

  • 1936

    1936: „Abgebaut“

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    Ab 1936 werden die im Volksschuldienst tätigen Schwestern von der Nazi-Regierung „abgebaut“, bald darauf die höheren Schulen des Instituts in Deutschland und Österreich mit wenigen Ausnahmen geschlossen, die Schulgebäude zweckentfremdet. Das Mary-Ward-Bild in Würzburg wird zerkratzt und verhängt.Die aus dem Schuldienst verdrängen Schwestern…

  • 1945

    1945: Ende und Anfang

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    »Die Verstorbene hat durch ihr mutiges, dabei das eigene Leben riskierende Auftreten in den kritischen Tagen des Jahres 1945 die Stadt Burghausen vor der Zerstörung und anschließend die Bevölkerung vor Schaffung einer toten Zone und damit vor ihrer Evakuierung bewahrt. - Aus der Traueranzeige der Stadt Burghausen für Mater Coelestine Frimmel…

  • 1964

    1964: Das „Institut“ kommt nach Korea

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    Aus dem ersten Brief 1964: »Mehr als zwei Monate hatten uns die Schwestern des Kolumba-Institutes beherbergt. Nun aber wohnen wir seit 17. August im eigenen Heim … Die Not des Volkes geht uns zu Herzen. Täglich kommen viele Bedürftige an unsere Klosterpforte. Der Süden Koreas ist überbevölkert, der Boden sehr mager, die Arbeit in den Reisfeldern…

  • 2004

    2004: Aus den Englischen Fräulein wird die Congregatio Jesu

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    Im August 2002 beschließt die Generalkongregation die Übernahme der Konstitutionen der Jesuiten so vollständig wie möglich. Damit kann der göttliche Auftrag an Mary Ward: „Nimm dasselbe von der Gesellschaft“ und „Der Name soll der von Jesus sein“ verwirklicht werden.

So lebt die Congregatio Jesu heute