Gott in allem suchen und finden

Gott in allem suchen und finden

Zu den richtungweisenden Grundsätzen ignatianischer Lebensweise gehört das Wort vom „Gott suchen und finden in allen Dingen“ oder, wie Mary Ward es ausgedrückt hat, „alles auf Gott zu beziehen“. Geistliches Leben findet nicht nur im Gebet und zu besonderen Zeiten und an besonderen Orten statt, sondern genauso auch im Alltag. Gott begegnet uns in der ganzen Wirklichkeit.

So schreibt Ignatius in einem Brief an Studierende in der Sprache seiner Zeit:  Sie „können sich deshalb darin üben, die Gegenwart unseres Herrn in allen Dingen zu suchen, wie im Umgang mit jemand, im Gehen, Sehen, Schmecken, Hören, Verstehen und in allem, was wir tun; denn es ist wahr, dass seine göttliche Majestät durch Gegenwart, Macht und Wesen in allen Dingen ist. Und diese Weise zu meditieren, indem man Gott unseren Herrn in allen Dingen findet, ist leichter, als wenn wir uns zu den abstrakten göttlichen Dingen erheben und uns ihnen mühsam gegenwärtig machen.“ (in Briefe und Unterweisungen, S. 350)
Foto: Reinhard Ludwig

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