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Frei sein

Die liegende Acht, die Lemniskate, ist nicht nur ein Sinnbild für Unendlichkeit.

Sie symbolisiert auch die Bewegung, in der sich gelingendes Leben immer wieder vollzieht: im Umkreisen der Pole und im Sich-Annähern an das Ausgewogene, die gute Mitte.

So gehört für Mary Ward beides zusammen und muss miteinander verbunden werden:

Ein einzigartiges Freisein von allem, was einen von irdischen Dingen abhängig machen könnte, – mit voller Hinwendung zu allen guten Werken und Eignung und Verfügbarkeit für sie.

Von den Dingen frei zu sein und sie zugleich gebrauchen zu können für ein gutes Ziel – das muss immer wieder ausbalanciert werden.

Indifferenz im Sinne des Ignatius ist niemals ein fertiger Zustand, sondern muss immer wieder neu angestrebt werden. Im Verwirklichen des guten Ziels lässt sich Mary auch nicht von Rückschlägen aus der Fassung bringen:

liegende-acht-lemniskate.jpg

Freiheit, dass Dinge, die erwünscht sind, erwünscht bleiben, und eine Wirksamkeit und Bereitschaft, sie zustande zu bringen,
aber ohne Besorgnis;
gegenteilige Dinge missbilligt,
aber ohne Ängstlichkeit;
das Innere gleichermaßen im Frieden, was auch immer von diesen Widrigkeiten eintreffen sollte;
die wichtigste Auswirkung:
man liebt oder ist abgeneigt entsprechend der vorgenannten Erkenntnis,
man ist bereit, auszuführen oder nicht,
jedoch indifferent eingestellt, was auch immer sich ereignet.
Man sieht die Gefahr von ungünstigen Dingen, aber ohne Furcht, Angst oder Beunruhigung;
ein großes Vertrauen, dass Gott seinen Willen verwirklichen wird;
schließlich ist man frei von allem und wünscht nur das eine, nämlich Gott zu lieben.
Und hier bleibt man frei und zufrieden.

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Ignatianische Exerzitien

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