Unterscheidung der Geister

Unterscheidung der Geister

Ignatius geht in seinem Exerzitienbuch davon aus, dass es dreierlei Eingebungen gibt: solche aus mir selbst heraus, solche von Gott bzw. dem Heiligen Geist und solche vom Bösen (Geist). Es gilt, diese Geister zu unterscheiden, um den Willen Gottes zu finden. Dazu hat Ignatius Regeln gefunden – in der spirituellen Tradition seiner Zeit und aus eigener Erfahrung. Ein wichtiges Unterscheidungskriterium, ob eine Eingebung eher von Gott kommt, ist, ob sie zu (mehr) Leben, innerer Freiheit, Liebe führt und mehr dem Sein, Leben und Wirken Jesu Christi entspricht. So erkannte auch Mary Ward: „Mich mühen aus Liebe bis hin zum Tod schien mir leicht, aber Furcht machte wenig Eindruck auf mich.“ Auch wenn wir heute in gewisser Hinsicht mehr über den Menschen wissen als zur Zeit des Ignatius und Mary Wards, so bleibt das Grundprinzip der Unterscheidung der Geister bestehen. In unserem Alltag hilft sie, bei kleineren und größeren Entscheidungen den nächsten Schritt zu setzen.
Foto: Helena Erler CJ

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