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1662: Neugründung in Augsburg und bischöfliche Anerkennung

 

Puppe mit der Tracht bis 1953
© Archiv der Congregatio Jesu

Auf Fürsprache einiger Bischöfe und des bayerischen Kurfürsten kann 1703 in Rom die Approbation eines „Summariums der Regeln“ erreicht werden. Nicht die Mitglieder, aber ihre Lebensweise hat nun geistlichen Rang. Die Gemeinschaft hat damit eine kirchliche Existenzberechtigung, was zu einer Reihe von Gründungen führt:

  • 1706 in St. Pölten,
  • 1717 in Bamberg,
  • 1721 in Altötting,
  • 1724 in Meran,
  • 1725 in Krems,
  • 1732 in Fulda,
  • 1739 in Brixen,
  • 1746 in Prag,
  • 1748 in Aschaffenburg,
  • 1749 in Frankfurt am Main.

Die Weise, wie sich die Schwestern kleiden, bleibt bis 1953 bestehen.

 

Grund für die Anfragen aus den verschiedenen Städten war die vom Institut geleistete Mädchenerziehung.

Ein Blick in den Schulalltag der Klassen für die Kinder einfacher Leute:

„Um ½ 7 Uhr werden die Schulen geöffnet. Um 7 Uhr gehen die Kinder mit ihren Meisterinnen zur hl. Messe. Um 8 Uhr beginnt der Unterricht. Nach dem Stundengebet verfügen sich alle an den Ort, der jeder bei der Schulaufnahme von der Meisterin bezeichnet worden ist.

Dann gehen sie der Ordnung nach, wie sie in den Bänken sitzen, zum Aufsagen, sollen auch niemals mehr als zwei beim Tisch der Meisterin geduldet werden. Um 9 Uhr fangen sie an zu schreiben, und wenn sie fertig sind, hat jede ihre Schrift der Fräulein Meisterin zum Korrigieren zu bringen. Um 10 Uhr wird die Schule mit Gebet beschlossen.

Nach demselben werden sie von der Lehrerin ermahnt, wieder rechtzeitig zur Schule zu kommen. Dann gehen sie paarweise aus der Schule, sollen auch auf der Gasse nicht laufen, schreien und alles Unanständige vermeiden. Die Schule wird dann gesperrt. Um ½ 1 Uhr wird sie wieder geöffnet, um 1 Uhr fängt der Unterricht an.

Nach dem Gebet werden ein Abschnitt aus dem Katechismus und die Beichtformel wiederholt. Jene, welche schreiben und rechnen lernen, pflegen um ½ 3 Uhr zum Zeigen zu gehen; wenn sie alle zweimal aufgesagt, pflegt man die übrige Zeit in Aufsagung und Ausfragung des Katechismus zuzubringen. Um 4 Uhr wird die Schule mit Gebet geschlossen. Dann werden die Kinder zum Rosenkranz geführt und hierauf gehen sie nach Hause.“

Holztruhe
Diese Truhe kam mit den Schwestern nach Bamberg. © Erwin Reiter

So lebt die Congregatio Jesu heute

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    Am Todestag von Mary Ward versammelten sich die Schwestern der Congregatio Jesu mit zahlreichen Gästen in der Bamberger Institutskirche, um ihr Leben, ihre Vision und ihr bleibendes Charisma zu würdigen.
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    Im Pflegeheim St. Hildegardis in Siegsdorf haben die Bewohnerinnen den Fasching ausgiebig gefeiert.
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    Singen, Bingo, Hendl essen und einmal im Monat bekommen die Geburstagskinder eine Krone auf: Im Alten- und Pflegeheim St. Katharina Labouré in Unterhaching wird einiges geboten, damit es den Bewohnerinnen und Bewohnern nicht…
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    Der Maria-Ward-Tag war in Neuburg ein dreifaches Fest: Todestag unserer Mary Ward nach einer reichen Gebetswoche, 88. Geburtstag unserer Sr. Moderata und Ablegung des 4. Gelübdes durch Sr. Jerne Szilvay.
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    Unter diesem Motto, einem Satz von Karl Rahner aus seiner Dreikönigsbetrachtung, stand der Festtag für unsere Sr. Angela, die am 4. Januar ihr 60-jähriges Ordensjubiläum gefeiert hat.
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    Im Herbst 2024 feierte Schwester Salome Fränzle in München-Nymphenburg die Aufnahme ins Noviziat der Congregatio Jesu. Ihr Weg dorthin war ein überraschender.
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    Rechtzeitig zum Dreikönigstag besuchten die Sternsinger der Pfarrei St. Martin die CJ-Schwestern in Bamberg.
  • 01.01.2026

    Was ist Hoffnung?

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    Diese Frage beantworteten die älteste und die jüngste Schwester der MEP. Sr. M. Christofera Lauter CJ und Sr. Salome haben je einen ganz eigene Perspektive auf dieses wichtige Thema.
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    Sr. Beatrix Meißner CJ hat zusammen mit Sr. Maria Christina Lauber CJ die erste Adventswoche mit einem „etwas anderen Angebot“ zu etwas besonderem gemacht.