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1945: Ende und Anfang

»Die Verstorbene hat durch ihr mutiges, dabei das eigene Leben riskierende Auftreten in den kritischen Tagen des Jahres 1945 die Stadt Burghausen vor der Zerstörung und anschließend die Bevölkerung vor Schaffung einer toten Zone und damit vor ihrer Evakuierung bewahrt. - Aus der Traueranzeige der Stadt Burghausen für Mater Coelestine Frimmel (1873-1960)

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehören die Schulen des Institutes zu den ersten, denen von den Militärregierungen das Unterrichten gestattet wird; denn die Schwestern müssen nicht „entnazifiziert“ werden.

In Bamberg beginnen die Volksschullehrerinnen schon im November 1945 ihren Dienst mit bis zu 140 Schülerinnen und Schülern in einer Klasse. In den Institutsgebäuden wird die Mittelschule am 14. Juni 1946 wiedereröffnet, die Oberschule am 17. Juni 1946.

Bereits zum Schuljahr 1947/48 übersteigt die Zahl der Schülerinnen die Tausendermarke; in der Mittelschule sind es 203, in der Oberschule 529 Schülerinnen, auf die Lehrerinnenbildungsanstalt entfallen 132, auf die Seminarübungsschule 169.

Flüchtlingsausweis mit einem Stempel von Altötting

1947 wurden die Institutshäuser in Ungarn und Rumänien durch die kommunistischen Regierungen enteignet. In Ungarn mussten die Schwestern das Gemeinschaftsleben aufgeben, in Rumänien wurden die deutschen ausgewiesen, die einheimischen in einem Kloster zusammengefasst.

Etwa zweihundert volksdeutsche rumänische Mitschwestern fanden Aufnahme in den bayerischen, österreichischen, spanischen und italienischen Instituten. Einige gingen in die Mission nach Südamerika.

1950 erfolgten auch in der Tschechoslowakei das Verbot der Schul- und Erziehungstätigkeit und die Enteignung der Häuser. Die Schwestern wurden in „Konzentrationsklöstern“ untergebracht und zu schwerer körperlicher Arbeit eingesetzt.

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