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1916: Das erste Abitur an einer bayerischen Mädchenschule

Das erste Abitur an einer Mädchenschule in Bayern findet 1916 im Institut in Regensburg statt. Ansonsten ist die Zeit des Ersten Weltkriegs von Kohlennot, Brotrationierung und Einquartierungen gekennzeichnet; Glocken werden eingeschmolzen, Schulräume für Reservelazarette beschlagnahmt.

Die Zwischenkriegszeit bringt größere Veränderungen in der Mädchenbildung. Aus der Höheren Töchterschule ist in Bayern schon 1911 eine Höhere Mädchenschule geworden. 1924 wird diese neu geordnet und daneben die Form des Lyzeums eingerichtet.

Schulgebäude in Regensburg im Jahr 1926
Das Schulgebäude in Regensburg im Jahr 1926. © Archiv der Congregatio Jesu

Vor dem Jahr 1916 beendeten Mädchen ihre Schullaufbahn in der Regel mit dem Abschluss an einer Höheren Töchter- oder Mädchenschule oder einem Lehrerinnenseminar. Die Zugangsberechtigung zur Hochschule durfte nur extern mittels einer Abiturprüfung an einem Knabengymnasium erworben werden. Vorbereiten konnten sich die bayerischen Mädchen in privaten Gymnasialkursen.

Seit 1894 gab es in München einen „Verein zur Gründung eines Mädchengymnasiums“. 1911 wurde vom Kultusministerium grundsätzlich die Angliederung von Gymnasialkursen an die Höhere Mädchenschule genehmigt.
Zur Prüfung hätten die Mädchen weiterhin an eine Knabenschule gehen sollen. Doch rechneten die hohen Herrn nicht mit dem Weitblick einer Frau in Regensburg.

Plakat zum 100. Abiturjubiläum
© Archiv der Congregatio Jesu

Mater Maria Hohenegg, die Leiterin der erst 1903 gegründeten Höheren Mädchenschule, richtete bereits im Schuljahr 1910/11, also schon vor dem neuen Erlass, einen ersten Gymnasialkurs ein.

So kam es, dass im Jahr 1916 die ersten Abiturientinnen geprüft werden konnten, und zwar an der eigenen Schule. Sie waren im April 1916 als Prüfungskandidatinnen gemeldet worden, am 9. Juni gab das Kultusministerium die Erlaubnis.

Der zuständige Kommissar schrieb nach München: „Die wackeren Schülerinnen der Oberklasse verfügen über ein erfreuliches Wissen und geben der Hoffnung Raum, dass sie die heurige Reifeprüfung und zwar mehrere von ihnen gut, bestehen werden.“

Die „wackeren Schülerinnen der Oberklasse“ in Regensburg, es waren neun an der Zahl, verstärkt von zwei Externen, bestanden ihr Abitur mit gutem oder sehr gutem Erfolg und studierten danach an der Universität.

Die meisten von ihnen wurden Lehrerinnen, einige kehrten als Mitglied der Ordensgemeinschaft an ihre Schule zurück.

So lebt die Congregatio Jesu heute

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  • 01.01.2026

    Was ist Hoffnung?

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