Amtseinführung der neuen Provinzoberin Sr. Johanna Schulenburg CJ

An einem strahlend schönen 1. Mai versammelten sich die Schwestern aus der Mitteleuropäischen Provinz in Pasing, um der Installation der neuen Provinzoberin Sr. Johanna Schulenburg CJ in einem feierlichen Gottesdienst beizuwohnen.
Der Gottesdienst, der von P. Christian M. Rutishauser SJ, Professor für Judaistik und Theologie an der Universität Luzern, gehalten wurde und von Sr. Gabriele Martin CJ am Klavier begleitet wurde, fand im Festsaal der Congregatio Jesu statt.
Zur Begrüßung bedankte sich Sr. Cosima Kiesner, die bisherige Provinzoberin, bei ihren vier Assistentinnen Sr. Elisabeth Kampe CJ, Sr. Gabriele Martin CJ, Sr. Gertrud Himmel CJ und Sr. Magdalena Winghofer CJ, sowie der Provinz-Ökonomin Sr. Marica Bašić für ihre Unterstützung in den letzten Jahren. Dem neuen Leitungsteam wünschte sie alles Gute, viel Kraft und Gottes Segen.

P. Rutishauser erzählte in seiner Predigt von seiner Suche nach dem verbindenden Element der beiden Bibel-Texte, die in Lesung (Gen 1,26 - 2,3) und Evangelium (Joh 2, 1-11) im Gottesdienst zu hören waren und die ihm Sr. Johanna ohne weitere Hinweise geschickt hatte. Das Verbindende, so P. Rutishauser, zwischen der Genesis-Erzählung und der Hochzeit zu Kana sei die Zeiteinheit - der Tag: Der Tag als die Zeiteinheit, die uns Menschen von Gott geschenkt ist, die wir Menschen wirklich gestalten können. Wochen, Monate, gar Jahre seien viel zu unübersichtlich und es könnten viel zu viele Unwägbarkeiten dazwischen kommen, um planen zu können. Und dennoch müsse eine Provinzleitung über den Tag hinausblicken und mit dieser Zukunft im Blick die Geschicke der Provinz lenken.
Hab' Vertrauen in das langsame Arbeiten Gottes
Am Ende des Gottesdienstes übergab dann Sr. Cosima ihrer Nachfolgerin die Ernennungs-Urkunde aus dem Generalat sowie das offizielle Siegel der Mitteleuropäischen Provinz und damit ganz offiziell die Geschäfte an die neue Provinzoberin und ihr Team, bestehend aus Sr. Ursula Dirmeier CJ, Sr. Elisabeth Freund CJ, Sr. Regina Köhler und Sr. Igna Kramp. Sr. Marica Bašić übt weiter ihre Tätigkeit als Provinz-Ökonomin aus.

Ihrer Antrittsrede stellte Sr. Johanna ein Zitat des Jesuitenpaters Pierre Teilhard de Chardin voran, in dem dieser schrieb: „Hab’ Vertrauen in das langsame Arbeiten Gottes.“ Dessen Worte, erzählte Sr. Johanna, begleiten sie seit Jahren, wenn sie Krisen in der Welt und in der Kirche wahrnimmt. Und natürlich auch in diesem Moment, wo sie die Provinzleitung übernimmt.
Nach dem Gottesdienst trafen sich alle Gäste in der Aula der Pasinger Kommunität, wo eine kaum enden wollende Schlange von Gratulantinnen und Gratulanten der neuen Provinzoberin und ihren Assistentinnen alles Gute für ihre neuen Aufgaben wünschte. Zu den Gratulantinnen gehörten auch Martina Kerscher und Esther Finis, Sprecherinnen der Gefährtinnen Mary Wards und der Congregatio Jesu: "Wir Gefährtinnen wünschen Sr. Johanna und ihrem Provinzrat reichen Segen für ihre neue Aufgabe. Wir begleiten ihr Wirken mit unserem Gebet - und gerne auch mit unserer Tatkraft, wenn wir gebraucht werden“
P. Rutishauser hatte in seiner Predigt bemerkt, dass der Sonntag, der Feiertag und die Feste die Menschen verbinden: Ohne Sabbat kein Judentum und ohne Sonntag keine Christen. Und ohne Feiern, so Rutishauser, sei eine Gemeinschaft nur ein Haufen. In diesem Sinne hat die Feier zur Amtseinführung von Sr. Johanna Schulenburg CJ gezeigt, welch starke Gemeinschaft die Congregatio Jesu ist.
Text und Bilder: Christina Waechter















