Auch Bäume brauchen Pflege

Das Anwesen Imperial der Congregatio Jesu (CJ) in Meran Obermais unweit der Trautmannsdorfer Gärten, die Kaiserin Sissi besucht und geliebt hat, ist ein Juwel für Menschen und Tiere, vom Specht bis zum Frosch. Ein Gartenparadies mit Teich, vielen Pflanzen und Sträuchern und altem Baumbestand.

„Über die Jahre brauchen aber nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere Bäume, Bekümmerung und Pflege“, berichtet die Lokaloberin, Schwester Susanne Postler CJ, die das Pflegeheim der CJ leitet.
Ein zertifizierter Baumkontrolleur, Ronny Schwarz, und ein Arborist, Steffen Hummel, besuchten das Areal und untersuchten akribisch sämtliche Bäume auf ihre Vitalität. Schwester Susanne und die Schwestern vor Ort waren beeindruckt von der Arbeit und „untersuchten“ ebenfalls mal Blätter an Bäumen mit. Die Stand- und Bruchsicherheit der Bäume muss als gesetzliche Pflicht jährlich kontrolliert werden. Minutiös und detailliert listet das Gutachten die Bäume von der Eibe über die Zypresse und die Winterlinde auf. Viele Namen sind uns gar nicht bekannt, sagen die Schwestern der Kommunität, die sich trotz ihres Alters rührend kümmern, wie Sr. Angela und Sr. Maria Johanna und es sich gar nicht anders vorstellen können. Hausmeister und Koch Dominik „hilft“ natürlich fleissig mit.

Die Kontrollen für das nächste Jahr werden festgelegt. Wie ihre Südtiroler Schwestern hofft Schwester Susanne, die eigentlich aus dem deutschen Frankenland stammt, dass alle Bäume gesund sind und in der Dantestraße kein Baum gefällt werden muss. Sicherlich freuen sich auch alle tierischen Bewohner darüber. Doch umsonst ist das Unterfangen nicht, solchen Baumbestand zu kontrollieren und gesund zu halten.
Zwei Tage waren die beiden Fachleute intensiv beschäftigt, übrigens eine deutsch-südtiroler Partnerschaft. So ist die deutsch-südtiroler Verbindung nicht nur in der lokalen Kommunität der CJ, sondern auch bei den Fachleuten in Meran zu Hause.
Text und Bilder: Dr. Karin Pfister




