Mary Ward Woche, Tag 5: Wahrheit suchen und Gerechtigkeit stiften

Für diejenigen von uns, die sich als Anhänger:innen Mary Wards verstehen, heißt das mehr, als ein paar Gewohnheiten abzulegen oder die Marken zu ändern, die wir normalerweise im Supermarkt kaufen.
Das Verlassen unserer Komfortzone – ausgehend vom Charisma von Mary Ward, einer Frau, die durch Europa wanderte, um ihren Schwestern/Freundinnen zu dienen, die die kirchliche Hierarchie ihrer Zeit herausforderte und dafür inhaftiert wurde – bedeutet definitiv viel mehr.
Unbehagen erzeugen, Privilegien aufgeben, Vorbild in Sachen Gerechtigkeit sein
Die Komfortzone verlassen heißt für diejenigen von uns, die sich als Anhänger:innen Mary Wards verstehen, den Weg der Gerechtigkeit einzuschlagen, wohl wissend, dass wir damit Unbehagen erzeugen. Wir werden kein Schulterklopfen und keinen Applaus mehr bekommen, werden vielleicht als lästig empfunden. Es bedeutet, unsere Stimme zu erheben, diejenigen anzuprangern, die Unehrlichkeit, Heuchelei und Ungerechtigkeit praktizieren und Änderungen von ihnen zu fordern. Vor allem aber bedeutet es, den individuellen Vorteil zugunsten des kollektiven Wohls und der gerechten Verteilung von Privilegien aufzugeben, und zwar in allen Bereichen und Räumen, in denen wir uns bewegen, wie Familie, Arbeitsteam, Nachbarschaft, Schule usw.
Für Anhänger:innen Mary Wards bedeutet das Verlassen der Komfortzone nicht nur, über Gerechtigkeit zu reden, sondern selbst ein Vorbild in Sachen Gerechtigkeit zu sein. Dies muss ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens als Mitglieder von Mary Wards „Freundeskreis“ sein, jetzt und in den kommenden Jahren, damit Gerechtigkeit zu einer Realität wird, die in unserem Leben als Gemeinschaft und als Gesellschaft immer mehr Fuß fasst.
Wir können weiterhin Gerechtigkeit von unseren Regierenden fordern. All diese Forderungen bleiben jedoch ohne Wirkung, wenn wir nicht in der Lage sind, Gerechtigkeit in jeder kleinen Handlung und Beziehung zu leben und sie in den kleinsten Ausdrucksformen des Alltags Wirklichkeit werden zu lassen.
„Wahrheitsucher:in und Gerechtigkeitstifter:in sein” ist eine bewusste und entschlossene tägliche Haltung.
In meiner Arbeit mit Migranten, Vertriebenen und Flüchtlingen habe ich gelernt, dass Gerechtigkeit in den kleinsten Bereichen gelebt und umgesetzt wird.

Wenn ich also darüber nachdenke, was ich mir für meine Arbeit in zehn Jahren wünsche, dann ist es, dass meine Arbeit nicht mehr notwendig sein wird. Es wird nicht mehr notwendig sein, dafür zu kämpfen, dass denjenigen, die ausgegrenzt werden, Gerechtigkeit widerfährt, sondern dafür zu sorgen, dass ihre Rechte respektiert werden und sie fair behandelt werden. Notwendige Ungleichheiten werden abgebaut sein, weil wir bis 2035 gelernt haben werden, bessere und gerechtere Menschen zu sein.
Text: Eva Rodriguez-Diaz, Mitarbeiterin und Assoziierte, Kanada

Wie immer laden wir Sie ein, sich in Gruppen zu versammeln, um Ihre Reflexionen auszutauschen – persönlich und online. Und bitte nutzen Sie unser Padlet – fügen Sie Ihre Inspirationen, Gedanken, Kunstwerke, Gedichte, Musikstücke usw. hinzu. Lassen Sie uns mit frohem Herzen unsere gemeinsame Zukunft feiern und uns vorstellen, bereit, dorthin zu gehen, wohin Christus uns ruft, mit Mut und Treue zu unserem Charisma.





