Mary Ward Woche, Tag 7: Tue niemals allein, was wir gemeinsam besser schaffen können

Dieses Motto stammt aus der Botschaft der Generalkongregation 2011 der CJ, wurde als Grundsatz in der Generalkongregation 2022 bestätigt und hat in den letzten Jahren stark nachgehallt als Impuls, der uns zu einer effektiven Zusammenarbeit auf lokaler, Provinz- und internationaler Ebene und zwischen den verschiedenen Zweigen motiviert, sowie zur Zusammenarbeit mit den Frauen und Männern, die sich vom Charisma Mary Wards angesprochen fühlen und heute Teil des „Offenen Kreises” der Freund:innen Marys sind.
Erst kürzlich haben wir die Freude der Fusion und die kanonische Bestätigung als eine Mary Ward Familie erlebt. Nun besteht die große Herausforderung darin, gemeinsam weiterzugehen und die Sendung und das Charisma mit unseren Laienfreund:innen zu teilen, die mit uns zusammenarbeiten. Sie fordern uns jeden Tag heraus, unsere Berufung mit Optimismus und Überzeugung zu leben, aber vor allem ermutigen sie uns in schwierigen Zeiten, fühlen sich als Teil von uns und erinnern uns daran, dass „der Weg der Tugend keine Pausen zulässt, wer nicht vorwärtsgeht, geht rückwärts“, wie Mary Ward betonte.

Deshalb kam mir, als ich gefragt wurde, wie ich mir die Congregatio Jesu im Jahr 2035 vorstelle, als Erstes die Zusammenarbeit mit Laien in den Sinn und hallte dann in meinem Herzen wider. Jeden Tag teile ich die Bildungsaufgabe mit Männern und Frauen, die sich nicht nur durch Marys Vermächtnis herausgefordert fühlen, sondern auch berufen und verpflichtet, das Reich Gottes durch die Bildung von Kindern und Jugendlichen weiter auszubauen. Diese Bildung basiert auf den Werten Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Freiheit, Aufrichtigkeit und Freude und weckt in jeder Schülerin und jedem Schüler ein starkes soziales Bewusstsein und einen kritischen Geist, der gleichzeitig inklusiv und transformativ ist, in der Lage, Vielfalt anzunehmen und zu bekräftigen, um eine gerechtere und humanere Gesellschaft aufzubauen, die sich für Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einsetzt.
Daher stelle ich mir Mary Wards „Offenen Kreis” als vielfältig und inklusiv vor, in dem sich jede und jeder willkommen fühlt und die Gaben und Talente einbringen kann, die Gott ihr bzw. ihm gegeben hat. Das Charisma wird nicht nur am Arbeitsplatz vermittelt, sondern als Sendung, in der Synodalität, Dialog und generatives Zuhören gelebt werden; in der Ordensleute und Laien sich gegenseitig aus der Erfahrung Gottes stärken und sich in der Sendung begleiten; in der es keine Hierarchien oder Trennungen gibt, sondern in der wir uns alle als Brüder und Schwestern fühlen, als Mitglieder der großen Mary Ward Familie.
Text: Yamilet Veas Estay CJ, Amerindische Provinz/Chile

Wie immer laden wir Sie ein, sich in Gruppen zu versammeln, um Ihre Reflexionen auszutauschen – persönlich und online. Und bitte nutzen Sie unser Padlet – fügen Sie Ihre Inspirationen, Gedanken, Kunstwerke, Gedichte, Musikstücke usw. hinzu. Lassen Sie uns mit frohem Herzen unsere gemeinsame Zukunft feiern und uns vorstellen, bereit, dorthin zu gehen, wohin Christus uns ruft, mit Mut und Treue zu unserem Charisma.





