Impuls zum Advent

 Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. 

Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: in Betlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: “Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.“ 

Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. 

Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg.

Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen.

Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.

(Aus der Bibel, Evangelium nach Matthäus, Kapitel 2, Verse 1-10)

Die Erzählung von den Sterndeutern (in der Tradition sind drei Könige daraus geworden) wird normalerweise an Weihnachten gelesen. Aber eigentlich ist sie auch eine Advents-Geschichte! Zumindest der erste Teil. Denn hier wird der Weg der Sterndeuter bis zur Krippe erzählt. Advent eben: Der Weg hin zu Weihnachten.

Dieser Weg ist für die Sterndeuter kein leichter Weg: ein weiter Weg, ein Weg ins Unbekannte, mit Orientierungslosigkeit und Suchen, mit Unsicherheit und Ängsten – aber auch ein Weg mit dem Stern.

Der Stern lässt sie aufbrechen, der Stern gibt ihnen Orientierung, er lässt sie hoffen und schenkt ihnen (Vor-)Freude.

 

Der Weg nach Weihnachten beginnt mitten in unserem Alltag. Von Woche zu Woche wächst dieser Weg. Und er ist begleitet vom Stern. In jeder Woche kommt ein leuchtender Stern hinzu, es wird heller. Und jede Woche findest Du einen Impuls beim Stern.

 

Mach dich mit auf den Weg!

Woche 1: Stern des Aufbruchs

Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen.

 

Was für eine verrückte Idee! Alles zurücklassen, aufbrechen in die Fremde, ohne das Ziel zu kennen – nur wegen eines Sterns!

 

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     Welche Verrücktheit würdest du gerne begehen?

·       Wo würdest du gerne aufbrechen, ausbrechen – was würdest du gerne zurücklassen?

·       Welchen kleinen Neuanfang kannst / willst du in diesem Advent setzen?

Text: Sr. Magdalena Winghofer CJ, Bild: congerdesign/Pixabay