Aus der „Englischen“ Tradition zur weltweiten Mission

Nächstes Jahr werden es 400 Jahre sein, dass unsere Ordensgründerin Mary Ward in München die erste Schule für Mädchen in Deutschland eröffnete. 1903 wurde auf Drängen der Bürger Regensburgs auch in unserer Bischofsstadt an der Donau eine solches Institut gegründet. Jetzt besuchten zwei Mitglieder der Congregatio Jesu die Regensburger St. Marien-Schulen der Schulstiftung der Diözese Regensburg, die ihre Mitschwestern nach 115-jährigem segensreichen Wirken im Juli 2018 verließen.

In unterschiedlichsten Klassen von der 5. bis zur 12. Jahrgangsstufe erinnerten die zwei Ordensfrauen in Begleitung von StDin Dr. Kunert und Domvikar Albert dabei die heutigen Schülerinnen an Ursprung und gegenwärtige Bedeutung des Instituts Maria Wards: Das erste Abitur für Mädchen in Bayern wurde beispielsweise in den Regensburger St.Marien-Schulen 1916 geschrieben. Heute wirkt der Orden weltweit mit größter Bedeutung auch in Afrika und Südamerika, Asien und Australien.
Das bedeutende Werk der Mädchenbildung geschieht heute weltweit
Neben der Erfahrung der eigenen Wurzeln wurde das bedeutende Werk der Mädchenbildung deutlich, das Mary Ward im 17. Jahrhundert im jesuitischen Geist in ganz Europa verbreitete. Dass dies heute weltweit geschieht, verdeutlichte Sr. Mercy englischsprachig in höheren Klassen: sie machte klar, dass Mädchen- und Frauenrechte, wie sie in Deutschland längst etabliert sind, in anderen Teilen der Welt bis heute vor allem Dank des Einsatzes der katholischen Kirche durchgesetzt werden. So lud Sr. Mercy besonders künftige Abiturientinnen ein, nach ihrem schulischen Abschluss eine Zeit voll spannender Erfahrungen in Afrika zu machen.

Gratuliert darf der Regensburger Lehrkraft Frau von Schöning werden, die die Regensburger Schule im nächsten Schuljahr mit der Einrichtung der Maria Ward Schwestern in Harare tauschen möchte und sicher vielfältige Erkenntnisse über das segensreiche Werk Mary Wards vor Ort sammeln wird.
Beide Schwestern freuten sich über die große Gastfreundschaft in Regensburg und setzten nach einem gemeinsamen Mittagessen mit einem interessierten Kreis aus dem Lehrerkollegium ihre Weiterreise quer durch Bayern fort.
Text: Pfr. Albert / A. Haseneder;





