„Der Stern ist da und leuchtet“

 

 

Unter diesem Motto, einem Satz von Karl Rahner aus seiner Dreikönigsbetrachtung, stand der Festtag für unsere Sr. Angela am 4. Januar. Ein Stern und dieser Satz waren auch auf ihrer Jubiläumskerze zu finden.

Unser Festtag begann mit der Beglückwünschung durch Oberin Sr. Barbara und der ganzen Gemeinschaft.

Sr. Barbara zitierte aus der Offenbarung: „Ich bin die Wurzel, der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern,“ und meinte, dass in diesem Wort das ganze Leben von Sr. Angela versammelt sei. Sie ermutigte die Jubilarin zum Weitergehen: „Auch jetzt, im Älterwerden und in Krankheit leuchtet noch der Morgenstern und Jesus ruft dich auf einen Weg, der stiller ist und immer mehr in die Tiefe des Himmels, der Gegenwart, führt. Mit dem Engel an der Seite kannst du auch diesen Weg getrost gehen.“

In der Eucharistiefeier brachten wir unsere Bitten für Sr. Angela vor Gott. „Super hostiam“ erneuerte sie ihr Professversprechen.

Frohe Gemeinschaftserlebnisse waren an diesem Tag unsere Mahlzeiten, vor allem das gemeinsame Kaffeetrinken, das sich Sr. Angela gewünscht hatte und an dem auch alle Schwestern vom Pflegestock teilnahmen.

In einer abendlichen Andacht brachte Sr. Angela ihr Leben und ihren ganz persönlichen Dank vor Gott – rückschauend auf Jugend, Eintritt ins Institut, Studium, Fortbildungen, reich gefüllte Arbeitsjahre in der Schule, später im Dienst der Gemeinschaft als Provinzoberin der Rheinischen Provinz und dann der zusammengeführten Mitteleuropäischen Provinz, die Jahre in Bensheim, Bad Reichenhall und jetzt in Neuburg. Am Ende benannte sie auch die schweren Zeiten von Krankheit, abnehmender Kraft, aber brachte auch alles vor Gott, was Er ihr in der Zukunft noch „zumuten“ wird, fest darauf vertrauend, dass er ihr auch den „Mut dazu“ schenken wird. Wie die Gaben der drei Weisen war und ist auch ihr Leben eine Mischung von „Gold der Liebe, Weihrauch der Sehnsucht und Myrrhe der Schmerzen“… (Karl Rahner) – Das alles legte auch unsere Sr. Angela dem menschgewordenen Gott vor die Krippe.

Text und Bild: CJ Neuburg