Das Pflegeheim St. Katharina Labouré in Unterhaching
Singen, Bingo, Hendl essen und einmal im Monat bekommen die Geburstagskinder eine Krone auf: Im Alten- und Pflegeheim St. Katharina Labouré in Unterhaching wird einiges geboten, damit es den Bewohnerinnen und Bewohnern nicht langweilig wird.

Das Alten- und Pflegeheim St. Katharina Labouré in Unterhaching ist ein traditionsreiches Pflege- und Wohnhaus Landkreis München. Träger der Einrichtung sind die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul, deren Arbeit und Spiritualität geprägt sind von Menschlichkeit, Fürsorge und christlicher Nächstenliebe.
Gemeinschaft erleben
Die Gemeinschaft der Bewohnerinnen und Bewohner spielt im Alltag eine wichtige Rolle. Das Haus ist in acht Hausgemeinschaften mit insgesamt 96 großen Einzelzimmern aufgeteilt, die alle um einen Gemeinschafts-Bereich gruppiert sind. Jedes Zimmer hat ein behindertengerecht ausgebautes Bad mit Dusche und WC, sowie einen Balkon oder eine eigene Terrasse. Herzstück des Gemeinschaftsbereiches und des gesamte Alltags innerhalb der Hausgemeinschaft ist die geräumige Wohnküche, das kommunikative Zentrum. Die Hausgemeinschaften sind besonders auf Lebensqualität, Überschaubarkeit, Geborgenheit und Normalität des Wohnmilieus ausgerichtet und eigenen sich so besonders gut für Menschen mit Demenzerkrankungen.

Eine besonders zentrale Figur in diesen Hausgemeinschaften ist die sogenannte „Präsenzkraft“, die tagsüber vor Ort die Hausgemeinschaft unterstützt. In der Gemeinschaft der Schwestern der Congregatio Jesu ist das Robert. Robert ist täglich von 8:30 bis 16 Uhr in der Wohneinheit der Schwestern da und immer ansprechbar. Wer Hilfe benötigt, wer ein bisschen Unterhaltung möchte, wendet sich an ihn. Er deckt die Tische im Essbereich und richtet das Essen an. Robert kümmert sich um Kaffee und Kuchen und hat für alle Bewohnerinnen ein offenes Ohr.
Die Struktur des Hauses orientiert sich an modernen pflegerischen Konzepten, die den Bewohnern individuelle Betreuung und aktivierende Pflege bieten. Ziel ist es, den Alltag so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten und zugleich Unterstützung in den Bereichen Gesundheit, Alltag und Gemeinschaft zu geben. Durch die Gestaltung des Hauses in die einzelnen Gemeinschaften, können die Schwestern der CJ in ihrer eigenen Hausgemeinschaft das gewohnte Leben in der Kommunität weiter leben.
Vernetzung vor Ort und im Ort

Regelmäßige Aktivitäten, gemeinsames Essen und kulturelle Angebote fördern den Austausch und schaffen lebendige Begegnungen zwischen Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitenden. Immer wieder gibt es Feste, im Sommer wird gegrillt und regelmäßig werden gemeinsam Waffeln gebacken und gegessen. Die enge Vernetzung der Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul München mit der Gemeinde Unterhaching und insbesondere zur Pfarrei St. Korbinian helfen dabei, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort fest in die Gemeinschaft eingebunden fühlen. Die Arztbesuche werden vom örtlichen Seniorenverein Kubiz organisiert, dessen Fahrdienst die Senioren innerhalb Unterhachings mit einem umgebauten VW-Bus zu allen Terminen bringt und wieder abholt. Mindestens einmal in der Woche bekommen die Schwestern in St. Katharina Labuouré Besuch aus der Pasinger Kommunität. Dann werden nicht nur Friseurbesuche organisiert oder Hörgeräte zum Hörakustiker gebracht, sondern auch die neuesten Nachrichten ausgetauscht.
Mindestens genauso wichtig wie die vielen Angebote für Körper und Kopf ist die Spiritualität: Den Schwestern ist es möglich, ihr eigenes spirituelles Leben zu führen. In der hauseigenen Kapelle im Zentrum des Hauses feiern insgesamt drei Zelebranten täglich einen Gottesdienst. Doch das Gotteshaus wird auch von der benachbarten Gemeinde immer wieder genutzt.
Ein modernes Haus in alter Tradition
Das Haus St. Katharina Labouré ist ein moderner Bau, der auf eine lange Traditionen zurückblickt: Die Schwestern erwarben bereits 1924 den Marxhof in Unterhaching, um dort zunächst in der Landwirtschaft die Versorgung der Kongregation sicherzustellen. Zudem stellte der Hof ein Erholungsheim für die Schwestern zur Verfügung. Als in den 1960er Jahren immer mehr Bedarf an Pflegeplätzen für die Schwestern stieg, wurde 1967 das Schwesternaltenheim auf dem Gelände eingeweiht. Seit Ende der 1990er Jahre ist das Pflegeheim auch für ältere Menschen aus der Region und Ordensschwestern und -brüder anderer Gemeinschaften geöffnet werden. Das neue Gebäude wurde 2022 fertig gestellt und ist ein moderner, barrierefreier Bau mit viel Raum für Gemeinschaft, der gleichzeitig individuelle und private Rückzugsräume bereit stellt. Das große Gebäude ist eingebettet in einen schönen Park mit altem Bewuchs und vielen Spazierwegen, auf denen man durch die abwechslungsreich gestaltete Außenanlagen spazieren kann.
Der Marxhof ist übrigens auch heute noch ein landwirtschaftlicher Betrieb - einer der letzten in Unterhaching. Im Zuge des Neubaus
Text und Bilder: Christina Waechter



















