Mamre: Schülerinnen zu Gast in der Mitlebe-Kommunität

Fragen über Fragen

„Das hier ist kein Gefängnis!“ – diese Erkenntnis setzte sich schon beim Kennenlernen durch. Am Ende stand: „Eigentlich ist es hier ganz normal.“

Im Rahmen ihres Firmweges haben in den vergangenen beiden Wochen zweimal je vier Mädchen für vier Tage in der Mitlebe-Kommunität mitgelebt und unsere Räume mit Gesprächen und Gelächter gefüllt. Neben den gemeinsamen leckeren Mahlzeiten und den angeleiteten Gebetszeiten blieb an den Abenden Raum für Gespräche über die Berufungsgeschichten der beiden Schwestern sowie über Ignatius und Mary Ward, und natürlich für die Klärung der über die Tage angesammelten Fragen in der „Fragen-Box“.

Die Themen reichten dabei von „Stehen hier immer so viele Süßigkeiten?“, „Habt ihr schon mal das Morgengebet verschlafen?“ oder „Schauen Schwestern auch Actionfilme?“ bis zu gewichtigen Themen wie „Was ist eure Lösung des Theodizee-Problems? Warum?“ oder „Ist es schwierig, sich noch offen als Ordensfrau zu bekennen mit den Problemen in der katholischen Kirche?“

Aber auch „Wie geht man damit um, wenn man eine Schwester im Orden nicht leiden kann?“ oder „Freut ihr euch auf den Tod?“ stand da als Frage auf einigen der Zettel.

Insgesamt 39 Fragen hatten die beiden Gruppen gesammelt – und manchmal haben wir es bedauert, dass die Mädchen ja tagsüber noch in die Schule mussten, und wir dadurch nicht nur alle miteinander sehr früh aufstehen mussten, sondern auch manches Mal zu wenig Zeit für angefangene Gespräche hatten.

So waren nach jeweils vier Tagen alle Beteiligten, Schwestern wie Schülerinnen, müde – und zugleich glücklich. „Ich habe hier gemerkt, dass Gebetszeiten gut tun“, „Ich komme wieder“ – bei solchen Rückmeldungen bleibt nur Dankbarkeit!

Text und Fotos: Sr. Magdalena Winghofer CJ

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