Stellungnahme der Congregatio Jesu zum Missbrauchsgutachten des Bistums Passau

Stellungnahme der Provinzleitung der Congregatio Jesu zur Missbrauchsstudie im Bistum Passau:
"Kurz vor Weihnachten 2025 wurde die geschichtswissenschaftliche Studie zu sexuellem Missbrauch und körperlicher Gewalt im Bistum Passau 1945 bis 2020 veröffentlicht.
Der Orden, der früher unter dem Namen "Englische Fräulein" oder "Maria-Ward-Schwestern" firmierte, hat den Forschern der Universität Passau im Zuge dessen in den vergangenen zwei Jahren freien Zugang zu den Archiven und Personalakten gewährt.
Auch wenn der Orden in der Studie nicht namentlich genannt wird, weiß die CJ, dass Kinder in ordenseigenen Institutionen wiederholt Gewalt durch Schwestern der Congregatio Jesu erleiden mussten. Dabei haben die Schwestern eindeutig ihre Fürsorgepflicht verletzt.
Wir Ordensschwestern der Congregatio Jesu sind zutiefst darüber betroffen, dass auch in unseren Einrichtungen schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen, die der Obhut der Schwestern anvertraut waren, Gewalt angetan wurde.
Wir bedauern sehr, dass Schwestern Missbrauch und Gewalt förderten, weil sie schwiegen, wegschauten, Betroffene alleine ließen und selbst zu grenzüberschreitenden Maßnahmen der Erziehung griffen."
Für die Congregatio Jesu gibt es mehrere interne und externe Ansprechpartnerinnen für Betroffene. Deren Kontaktdaten finden Sie hier.
Das Bistum Passau, das die Studie in Auftrag gegeben hat, hat ebenfalls auf der Website Hilfeangebote für Betroffene versammelt.
Text: CJ




