Jubiläen und Zwischenprofess in Nymphenburg

Ende August gibt es in vielen Kommunitäten der Congregatio Jesu Ordensjubiläen zu feiern. So auch in diesem Jahr. In München-Nymphenburg jedoch gab es ein ganz besonderes Fest: Hier feierten Jubilarinnen gemeinsam mit einer jungen Zwischenprofessin.

© Robert Kiderle

Sr. Ortrudis Hecht (70 Jahre Ordenszugehörigkeit), Sr. Norbertine Fleschutz und Sr. Thekla Schmidhammer (65 Jahre), Sr. Magna Waldmüller, Sr. Carmen Irrgang und Sr. Manuela Wiesheu (60 Jahre) hatten sich dazu entschieden, ihr Jubiläum gemeinsam mit der Profess-Erneuerung von Sr. Britta Müller-Schauenburg zu feiern. Und so stand zwischen den Kerzen der Jubilarinnen auf dem Altar auch die Professkerze ihrer jungen Mitschwester.

"Es war sehr schön, die Kerzen zu sehen. Wie die Kerzen meiner Mitschwestern meine in die Mitte genommen haben. Auch wenn sie eine andere Form haben, so leuchten sie doch zusammen", brachte Sr. Britta es auf den Punkt.

Eindrücke vom Festtag

(Bitte auf die kleinen Kreuzzeichen klicken, um weitere Eindrücke zu lesen.)

  • "Ich habe die Gegenwart Gottes heute deutlich gespürt. Es war so schön, diesen Tag gemeinsam mit Sr. Britta zu feiern und diesen Teil unseres Weges gemeinsam zu gehen." Sr. Manuela Wiesheu CJ

  • "Ich bin an allen Stationen meines Lebens sehr zufrieden gewesen. Heute darauf zurückzuschauen erfüllt mich mit Freude." Sr. Norbertine Fleschutz CJ

  • "Dass ich mal 65. Jubiläum feiere, daran habe ich bei meiner Profess nicht gedacht. Diesen Tag heute mit einer jungen Mitschwester zu feiern, ist ein besonderes Geschenk." Sr. Thekla Schmidhammer CJ

  • "An diesem Tag habe ich deutlich gespürt, welches Geschenk der Glaube und meine Berufung sind. Das ist mir sehr zu Herzen gegangen." Sr. Ortrudis Hecht CJ

"Die Predigt sitzt heute in siebenfacher Ausführung vor mir in der ersten Reihe", so formulierte es P. Matthias Huber SJ. Er lud dazu ein, auf das Leben der Jubilarinnen zu schauen und sich davon ansprechen zu lassen.

"Wir wissen alle, dass nicht immer alles gelungen ist, dass es auch Versäumnisse und schwere Zeiten gab und gibt. Doch an einem Tag wie diesem wollen wir zuerst auf das Gelingende schauen, auf das Schöne, auch auf die Erfolge dieser Schwestern." So könne es gelingen zu sehen, dass beides notwendig ist für ein Leben in der Hingabe zu Gott: Die eigene Verantwortung des Menschen und die Größe und Kraft Gottes.

© Robert Kiderle

"Super hostiam", unter der erhobenen Hostie, erneuerte Sr. Britta ihr Professversprechen für weitere drei Jahre. Im Anschluss erneuerten die Jubilarinnen gemeinsam ihr Gelübde - im Halbkreis um Sr. Britta herum.

"Es war für mich ein berührender Moment, dort zu knien und meine Mitschwestern zu hören und zu spüren, wie sie, die mir ja im Leben vorangegangen sind, jetzt den Rücken stärkend hinter mir stehen, in der selben Bindung", so Sr. Britta. "Das ist für mich ein kraftvolles Zeichen für das Leben, das ich gewählt habe. Unser Erbe war noch nie einfach, vom ersten Tag der Gründung unserer Gemeinschaft an. Aber es ist wunderbar. Ich musste an den Psalmvers aus Psalm 16 denken, in dem es heißt: 'Mein Erbe gefällt mir gut'. Das habe ich heute sehr stark empfunden."

Bei einem kleinen Fest in der Aula der Maria Ward-Schule feierten die Jubilarinnen, die Professin und einige Gäste gemeinsam den besonderen Tag.

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