Neues Buch zur biblischen Hermeneutik der Exerzitien

Biblische Betrachtungen spielen in den Ignatianischen Exerzitien eine zentrale Rolle. Wer sich in ihnen übt, betrachtet die biblischen Szenen, als wäre er dabei gewesen, und auf diese Weise ist er wirklich dabei – heute!

So kann Jerónimo Nadal, einer der frühen Jesuiten, formulieren: „Die Betrachtung und Beschauung des Lebens Christi im Verspüren des Geistes ersetzen, was die Apostel und Jünger
Christi leibhaft geschaut haben“ (OrOb 391).

Auf Spurensuche im Exerzitienbuch

Der Text wird zum Raum, in den der Beter eintritt. Dies ist heute, da der Erfahrung unter religiös suchenden Menschen eine sehr hohe Bedeutung beigemessen wird, aktueller denn je. Aber wie geht Ignatius von Loyola selbst in den Geistlichen Übungen mit der Heiligen Schrift um? Wie haben die ersten Jesuiten seine Anweisungen in ihrem geistlichen Leben aufgenommen? Und was kann heute dem Begleiter der Exerzitien und dem Exerzitanten helfen, von der christozentrischen Mitte der Exerzitien zur Fülle biblischen Betens hinzuführen bzw. hinzugelangen?

Obwohl die Ignatianischen Exerzitien in ihrer ursprünglichen Form im letzten Jahrhundert wiederentdeckt worden sind und ihre Praxis sich seit Jahrzehnten etabliert hat, wurde erstaunlich wenig nach den biblischen Grundlagen im Exerzitienbuch selbst gefragt.

Sr. Igna Kramp CJ ist somit die Erste, die die biblische Hermeneutik der Ignatianischen Exerzitien umfassend reflektiert.

Bibliografische Angaben:

Igna Marion Kramp CJ
Begegnung mit den Geheimnissen des Lebens Jesu Christi
Zur biblischen Hermeneutik der Exerzitien

2020, 124 Seiten, kart. 19,80 EUR
ISBN 978-3-402-12235-8
Studia Oecumenica Friburgensia 94

Hinweis:

Das Buch kann im Sekretariat der CJ käuflich erworben werden. Schreiben Sie dazu einfach eine E-Mail an sekretariat [at] congregatiojesu [Punkt] de

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Interview mit Sr. Igna Kramp CJ

In einem Interview berichtet Sr. Igna, wie sie zu ihrem neuen Buch angeregt wurde, was sie über das "Bibelleseverbot" in den Exerzitien herausgefunden hat ("lässt sich historisch nicht belegen") und was Exerzitienbegleiter*innen heute aus ihren Erkenntnissen ableiten können.

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