Mary Ward, die Gründerin der Congregatio Jesu

Der Name der Gemeinschaft veränderte sich in den vierhundert Jahren ihrer Geschichte – Matres der Societas Jesu, Englische Fräulein, Institut Mariä, Institutum Beatae Mariae Virginis, Maria-Ward-Schwestern, Congregatio Jesu – der Bezug zur Gründerin blieb.
Ihre spannende Lebensgeschichte von 1585 – 1645 finden Sie auf sieben Seiten skizziert, ergänzt durch einige Bücherhinweise.
Dazu kommen Ausschnitte aus einer Lebensgeschichte besonderer Art, aus dem „Gemalten Leben“, einer Reihe von 50 Ölgemälden im Institut der Congregatio Jesu in Augsburg (Fotos: Studio Tanner, Nesselwang; Bildrechte: Zentrum Maria Ward, Augsburg)

Mary Ward hat keine langen Abhandlungen verfasst, aber in ihren Aufzeichnungen und Briefen prägnante Formulierungen für ihr Lebenswissen gefunden.
Hier finden Sie jede Woche neu einen Satz von Mary Ward, ergänzt durch einen Impuls zum Weiterdenken.

 

Impuls der Woche

Zum 23. Juni

Ich konnte nie glauben,

in der Macht von Menschen zu sein. Mary Ward

 

Eine merkwürdige Behauptung:
Sind wir nicht immer angewiesen auf Menschen
und damit auf die eine oder andere Weise in ihrer Macht?

Hat Mary Ward nicht häufig die Macht der Mächtigen erfahren,
in der Verfolgung wegen ihrer Konfession,
im Zugriff der Kirchenoberen auf ihr Werk und Leben,
in der Grausamkeit des Dreißigjährigen Krieges?

Sie kann es nicht glauben, auch wenn der Anschein dagegen spricht,
weil sie glaubt, immer in der Hand und Macht ihres Gottes zu sein,
wiederum oft gegen den Anschein.

Sie lebt ihr Leben auf einer Hintergrundfolie,
die sich erst mit der Zeit und im Rückblick abzeichnet:
Sie provoziert,
es ihr gleichzutun.